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18. Juli 2011

Oberleitungsschaden in Frankfurt: Zugverkehr bleibt gestört

 Von Michael Bayer
Vor allem Pendler leiden unter Störungen im Bahnverkehr. Foto: FR/M.Müller

Möglicherweise wird für Pendler die Fahrt nach Hause kaum angenehmer als die zur Arbeit am Morgen: Der Oberleitungsschaden in Frankfurt sei nicht vor 15 Uhr behoben, warnt die Bahn. Verursacher der Störung war ein Eichhörnchen.

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Möglicherweise wird für Pendler die Fahrt nach Hause kaum angenehmer als die zur Arbeit am Morgen: Der Oberleitungsschaden in Frankfurt sei nicht vor 15 Uhr behoben, warnt die Bahn. Verursacher der Störung war ein Eichhörnchen.

Frankfurt a. M. –  

Kleines Eichhörnchen, große Wirkung: Gegen 7.45 Uhr macht sich das Nagetier am Frankfurter Hauptbahnhof an einer Oberleitung zu schaffen. Es wirbelt dort dermaßen herum, dass es einen Kurzschluss auslöst. Vier Gleise kurz vor den Bahnsteigen sind gesperrt. Das betrifft Züge aus und in Richtung Mannheim und Fulda.

Viele Pendler und Reisende im Rhein-Main-Gebiet erleben so einen Start in die Woche der unangenehmen Art. Als Folge der defekten Oberleitung sind viele Züge verspätet. Manche fallen sogar aus. Betroffen ist vor allem der Fernverkehr. Möglicherweise wird für die Pendler die Fahrt nach Hause kaum angenehmer: Die Störung werde nicht vor 15 Uhr beendet sein, warnt das Schienen-Unternehmen.

Für das Eichhörnchen endete die Neugier tödlich: Beschäftigte der Bahn fanden den verkohlten Körper unter der beschädigten Leitung.

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Das Schienenunternehmen war sich offenbar zunächst selbst nicht über die Auswirkungen der Störung im Klaren. Reisende im IC 2376 Richtung Frankfurt Süd wurden im Zug per Durchsage gebeten, in Darmstadt in einen Regionalexpress nach Frankfurt umzusteigen und an Gleis 7 geschickt. Dort hieß es, die Abfahrt sei verlegt auf Gleis 12. An Gleis 12 schließlich verkündete die Anzeige, der Zug falle aus.

Helfende Mitarbeiter der Bahn waren zwischen den verwirrten Reisenden nicht zu entdecken. Der Intercity machte sich derweil nur wenige Minuten verspätet auf den Weg nach Frankfurt.

Update 10 Uhr: Der Schaden betrifft zunehmend den Fernverkehr. Zwischen 10 und 11 Uhr fallen alleine am Frankfurter Hauptbahnhof vier ICE-Züge nach Dortmund, München und Wiesbaden aus sowie ein Intercity nach Stuttgart. Der ICE 692 nach Berlin wird etwa eine halbe Stunde verspätet gemeldet.

Update 11 Uhr: Es fallen weiter ICE aus - nach Essen, Dresden und München. Der Zug nach Stuttgart ist eine halbe Stunde zu spät. Der Intercity 2322 in Richtung Kiel fährt etwa 80 Minuten dem Fahrplan hinterher und endet heute schon in Köln.

Update 12 Uhr: Die Bahn streicht den EC219 nach Graz. Damit wirkt sich der Oberleitungsschaden nun auch auf den internationalen Verkehr aus. Der ICE 1652 aus Dresden endet bereits in Fulda statt in Wiesbaden. Fernzüge zwischen München und Köln halten in Frankfurt am Süd- statt am Hauptbahnhof. Die Bahn informiert zwischenzeitlich über ihr Umleitungskonzept im Internet.

Update 13 Uhr: Der ICE 575 nach Stuttgart ist eineinhalb Stunden zu spät und endet bereits in Mannheim. Weitere Fernzüge nach München, Dresden und Essen halten am Südbahnhof.

Update 14 Uhr: Der EC 117 nach Klagenfurt startet erst in Darmstadt. Der ICE 1650 fällt zwischen Fulda und Wiesbaden aus. Nach Köln und München geht's ab Südbahnhof.

Update 15 Uhr: "Nicht vor 15 Uhr" sei die Störung behoben, hatte die Bahn versprochen - und nicht gelogen. Sie besteht weiter. Zumindest halten die ICE nach Essen, Dresden und München auch bis 16 Uhr weiter am Südbahnhof.

Update 16 Uhr: Die Bahn fährt weiter ihr Notprogramm: Der EC 391 nach Linz startet in Darmstadt. Der ICE 1558 fällt zwischen Frankfurt und Wiesbaden aus.

Die S-Bahnen verkehren in und um Frankfurt weitgehend pünktlich.

Behinderungen auch zwischen Hannover und Bremen

Metalldiebe legten den Bahnverkehr auf der Intercity-Strecke zwischen Hannover und Bremen lahm. Die unbekannten Täter hatten Teile der elektrischen Ausrüstung der Oberleitung bei Eilvese in der Region Hannover demontiert, wie die Bahn mitteilte. Zwischenzeitlich wurden die Fernzüge über Minden umgeleitet, die Reisenden waren deshalb rund eine Stunde länger unterwegs. Im Regionalverkehr fuhren ersatzweise auch Busse.

Die hohen Metallpreise machen die Bahn seit längerem zum Opfer von Dieben, die Kabel und selbst Gleisstücke bei Schrotthändlern zu Geld machen. Deshalb will die Deutsche Bahn künftig unter anderem Schienen mit einem für die Täter unsichtbaren Zahlencode markieren.

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