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29. November 2012

Ostend: Der Hafenpark nimmt Gestalt an

 Von Judith Köneke
Der Abschnitt Sportband der Baustelle Hafenpark. Foto: Rolf Oeser

Das Frankfurter Grünflächenamt stellt seine Pläne für das neue Naherholungsgebiet im zuständigen Ortsbeirat 4 vor. Die Arbeiten sind in vollem Gange.

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Der Skater-Parcours, der erste Abschnitt des Hafenparks, ist fast fertig. „Mitte Dezember soll er eröffnet werden“, sagt Jürgen Burkert vom Grünflächenamt. Die Planung des Parks, des Grünzugs an der Holzmannstraße zwischen EZB und Bahndamm, der jüdischen Erinnerungsstätte an der Großmarkthalle und der Ruhrorter Werft nimmt immer deutlichere Formen an. Zwischen Weseler Werft und Honsellbrücke entwickelt sich ein neues Naherholungsgebiet. Am Dienstagabend stellte Burkert mit seinem Kollegen Friedrich Diestelmeier die neuen Entwürfe in der Sitzung des Ortsbeirats 4 vor.

Nächstes Jahr soll das Wiesenband angelegt werden, der südlichste Teil des Parks, der sich bis hinunter zum Main erstreckt. Hier sind unterschiedlich hoch bepflanzte Plateaus und wechselnde Wiesen- und Rasenflächen geplant. „Mauern aus Basalt bieten ein Paradies für Mauereidechsen, wir haben schließlich auch einen ökologischen Anspruch“, betont Burkert.

Sportband, Wiesenband

Zwischen Skateranlage und Wiese entsteht das sogenannte Sportband mit Plätzen zum Fuß-, Volley- oder Basketballspielen, sowie ein Spiel- und Kletterbereich. Im Wiesenband sollen nur vereinzelt Spielgeräte wie Schaukeln, Wippen oder Trampoline aufgestellt werden. Es handele sich eher um ein Ruhebereich. „Das Grillen wird, wie am übrigen Mainufer, nicht erlaubt sein“, erklärt Burkert auf Nachfrage des Ortsvorstehers Bodo Pfaff-Greiffenhagen (CDU).


Foto: Stadt Frankfurt

Momentan endet das Mainufer noch an der Weseler Werft. Bald soll eine Promenade entlang der Ruhrorter Werft bis zur Honsellbrücke führen. Geplant ist außerdem ein Bahnsteig, so dass die alte Hafenbahn an der Ruhrorter Werft halten kann. Unterhalb der Kräne will man auf die ehemalige Nutzung hinweisen, die Kohleverladung. Ein alter Güterwagen soll zudem an die Großmarkthalle erinnern. Dafür benötige man noch Sponsoren, so die Vertreter des Grünflächenamts.

Gastro unter der Brücke

Die Ruhrorter Werft bekommt den Plänen zufolge ebenfalls eine Rasenfläche, zwischen Main und EZB, die sich bis zum Hafenpark zieht. Gastronomie gibt es dort schon, das Hafenlokal Oosten hat bereits im Oktober eröffnet. Vor dem Oosten soll außerdem eine große Bank gebaut werden. Darunter führt ein Entwässerungsschacht der Stadt durch, der so kaschiert werden soll.

Die 1911 errichtete, denkmalgeschützte Honsellbücke wird momentan grundsaniert. „In den Brückenbögen können wir uns weitere Gastronomie vorstellen“, sagt Burkert. Man suche noch nach Investoren, denn der Ausbau müsse bezahlt werden. Martin Ried (Grüne) ist es wichtig, dass die Preise trotzdem bezahlbar bleiben und ein breites Publikum angesprochen wird. In den Bögen sollen darüber hinaus eine öffentliche Toilette sowie Räumlichkeiten für die Skater eingerichtet werden. Auf dem östlichen Honsellplatz könnten kulturelle Veranstaltungen stattfinden.
Der Grüngürtel, vom Ostpark über die Hanauer Landstraße kommend, werde künftig entlang der Deutschherrenbrücke auf das Mainufer treffen. Eine Gedenkstätte an der Großmarkthalle soll an die Deportation von mehr als 10.000 Frankfurter Juden in die Konzentrationslager erinnern.

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