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11. September 2014

Panoramabad: Das Panoramabad zieht um

 Von Denis Hubert
Ins Panoramabad zieht es rund 300 000 Besucher jedes Jahr.  Foto: Rolf Oeser

Das Panoramabad wird an die Eissporthalle verlegt. Die Schwimmstätte an der Inheidener Straße soll einer Wohnbebauung weichen. Die Schausteller sehen den Umzug an die Eissporthalle kritisch. Sie sorgen sich um die Zukunft der Dippemess'.

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Es war ein Paukenschlag in der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats 4: Eigentlich war Stadtrat Markus Frank (CDU) angekündigt, um über die Pläne für die Neugestaltung des Panoramabads zu berichten. Stattdessen kündigte er an, dass die mehr als 40 Jahre alte Schwimmstätte wohl abgerissen und durch einen rund 27 Millionen Euro teuren Neubau ersetzt wird – unmittelbar neben der Eissporthalle am Ratsweg.

Das Panoramabad steht derzeit auf einem 7800 Quadratmeter großen Grundstück an der Inheidener Straße. Dort soll neuer Wohnraum errichtet werden. Die Stadt rechnet mit einem Erlös von rund 12,5 Millionen Euro. Für den Neubau des Hallenbads müsste sie dann noch etwa 14,5 Millionen Euro ausgeben.

Das neue „Familien- und Freizeitbad Bornheim“ soll 7600 Quadratmeter groß sein und eine Wasserfläche von 850 Quadratmetern haben. Vorgesehen sei, dass die Arbeiten in einem Jahr beginnen, sagte der Geschäftsführer der Bäderbetriebe Frank Müller gestern auf Nachfrage. Die Bauzeit betrage rund zwei Jahre, die Schwimmstätte könne so voraussichtlich bis 2017 fertig sein. Bis dahin soll das Panoramabad noch offen bleiben.

Geplant sind ein 25 Meter langes Schwimmerbecken, zwei Nichtschwimmerbecken, ein Familien- und Kinderbecken, Rutsche und Sprungturm sowie eine Sauna- und Wellnesslandschaft. Entstehen soll die neue Schwimmstätte auf dem Parkplatz westlich der Eissporthalle. Dadurch böten sich Synergien: So könnten Personal, Technik und Infrastruktur der Halle mitgenutzt werden. Die bei der Eisherstellung anfallende Wärme könnte für das Bad verwendet werden. Dadurch will die Stadt die Betriebskosten um rund 800.000 Euro auf 1,6 Millionen Euro im Jahr senken.

Die Stadtteilpolitiker befürworteten das Projekt am Dienstag. Gerd Wilcken, stellvertretender Stadtbezirksvorsteher in Bornheim, wohnt seit 38 Jahren in der Inheidener Straße. Er freut sich über weniger Verkehr: „Wir kriegen eine Entlastung erster Güte.“ Ortsbeirat Viktor Wolf (SPD) erwartet dagegen mehr Verkehr um die Eissporthalle: „Ich bitte Sie, ein Konzept im Magistrat voranzutreiben“, richtete er einen Appell an Stadtrat Frank.

Parkplatz fällt weg

Für die Freifläche wünscht Bezirksvorsteher Wilcken sich „bezahlbaren Wohnraum“ und keine „teuren Eigentumswohnungen“. Stadtrat Frank ließ sich zu keiner aussagekräftigen Stellungnahme hinreißen: „Es wird sicher kein Villenviertel und keine frei stehenden Einfamilienhäuser geben“, sagte er nur.

„Über die Art und Weise der Bebauung ist noch zu entscheiden“, sagte Mark Gellert, Referent von Planungsdezernent Olaf Cunitz (Grüne), auf Anfrage. Sie solle aber zu Bornheim passen. „Das ist einer der stark verdichteten Stadtteile.“

Thomas Schmitt (Freie Wähler) sorgte sich um die Zukunft der Dippemess’. Denn wenn der Parkplatz neben der Eissporthalle wegfällt, steht er für die Schausteller nicht mehr zur Verfügung. Stadtrat Frank stellte klar: „Die Dippemess’ wird es weiter geben.“ Die Schausteller müssten aber enger zusammenrücken.

Der Vorsitzende des Schaustellerverbands fiel aus allen Wolken, als er gestern von den Schwimmbad-Plänen erfuhr: „Die Grenzen zum Gelände werden immer enger gezogen“, sagte Thomas Roie. Der Parkplatz sei wichtig als Auslagerungs- und Logistikfläche. „Dass man das so leichtfertig behandelt, das treibt mir Sorgenfalten ins Gesicht“, sagte er. „Das wird insgesamt sehr schwierig werden.“

Das Panoramabad besuchen jedes Jahr bis zu 300.000 Menschen. Es ist stark sanierungsbedürftig, zuletzt ist es 1990 renoviert worden. Ursprünglich wollte die Stadt Dach und Fassade für 5,3 Millionen Euro erneuern. Eine Ausschreibung der Arbeiten ergab daraufhin eine Summe in Höhe von 8,7 Millionen Euro. Mit Planungs- und Nebenkosten wären rund zehn Millionen Euro fällig gewesen.

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