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16. März 2015

Pegida in Frankfurt: Pegida gibt in Frankfurt auf

 Von 
Heidi Mund fühlt sich von Pegida überrumpelt.  Foto: Peter Jülich

An der Hauptwache wird es montags keine Pegida-Kundgebungen mehr geben. Das kündigt Pegida-Chef Lutz Bachmann an. Die Frankfurter Pegida-Organisatorin Heidi Mund ist überrascht von der Entscheidung. Sie sucht nun neue Mitstreiter.

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Die montäglichen Treffen von Pegida an der Hauptwache wird es nicht mehr geben. Lutz Bachmann, Chef der islamfeindlichen Bewegung, kündigte in einer Facebook-Botschaft an die „lieben Patriotinnen und Patrioten“ an, man werde sich „bis auf Weiteres“ aus Frankfurt zurückziehen.

Angesichts des massiven, zum Teil gewalttätigen Widerstands der Gegendemonstranten seien Kundgebungen und Protestmärsche in Frankfurt zu gefährlich. Die Frankfurter Pegida-Organisatorin Heidi Mund zeigte sich von der Entscheidung überrascht und sprach von „Kapitulation“. Antifa und Anti-Nazi-Koordination wollen die weitere Entwicklung abwarten, bevor sie sich über den Pegida-Rückzug freuen.

Auf der Facebook-Seite von Pegida findet sich seit Sonntag unverhohlene Kritik an Organisatorin Heidi Mund. Diese habe „viel zu große Plätze angemeldet“ und es damit der Polizei „unnötig schwer gemacht, unsere friedlichen Demos vor Chaoten zu schützen“. Auch die Entscheidung, es am vergangenen Montag nicht bei der Kundgebung an der Hauptwache zu belassen, sondern den angemeldeten „Spaziergang“ durch die Innenstadt tatsächlich anzutreten, stößt auf wenig Gegenliebe der Pegida-Führung: „Das war unverantwortlich und definitiv nicht im Sinne unserer Sache – wir wollen keine Märtyrer hochstilisieren.“ Wöchentliche Spaziergänge soll es zwar weiterhin geben – aber „abwechselnd in verschiedenen hessischen Großstädten“.

Neuer Name, neue Gruppe

Heidi Mund fühlt sich von der Entscheidung offenbar massiv vor den Kopf gestoßen. Der Rückzug aus Frankfurt sei mit dem örtlichen Organisationsteam nicht abgesprochen gewesen. Man werde nun „in aller Ruhe überlegen und beraten, in welcher Form und unter welchem Namen wir auch in Zukunft unseren bürgerlichen Protest eigenverantwortlich auf die Straße bringen“. Es sei ihr nie um den Namen Pegida gegangen, sondern „um die gemeinsame Sache und die Inhalte“.

Wenig später stellte Mund das Logo einer Gruppe namens „Freie Bürger für Deutschland“ auf Facebook. Offenbar möchte sie unter diesem Namen künftig Versammlungen anmelden.

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Der Frankfurter Landtagsabgeordnete Turgut Yüksel (SPD) bezeichnete Pegida als „unwürdiges braunes Trauerspiel“, das nun ein Ende gefunden habe. Antifa und Anti-Nazi-Koordination scheinen dem Frieden aber noch nicht zu trauen. Es sei zu früh, um Aussagen über den Ausgang der internen Konflikte bei Pegida zu treffen, heißt es bei der Anti-Nazi-Koordination. Zwar sei es „fürs erste geschafft, diesen gemeingefährlichen rassistischen und faschistischen Unfug in der bisherigen Form zu beenden“. Vorbereitungen für eine Gegendemonstration kommenden Montag liefen aber weiter. Für gestrigen Montag hatte Pegida keine Versammlung angemeldet.

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