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27. Januar 2015

Pegida in Frankfurt: Pegida will wiederkommen

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Der Frankfurter Pegida-Ableger will von nun an jeden Montag in Frankfurt Deutschland-Fahnen schwenken.  Foto: rtr

Die Organisatorin von Pegida in Frankfurt, Heidi Mund, sieht trotz magerer Beteiligung ihre Veranstaltung als politischen Erfolg. Mund kündigt an, jeden Montag in Frankfurt demonstrieren zu wollen.

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Eier und Flaschen flogen, Böller explodierten und es hagelte Beschimpfungen: Während am Römer 12 000 Menschen gegen Rassismus und Ausgrenzung demonstrierten, endete die erste Kundgebung der islamfeindlichen „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (Pegida) am Montagabend in einem Fiasko. Nur mit einiger Mühe gelang es den Polizeikräften, die etwa 80 Anhänger der „Pegida Frankfurt Rhein-Main“ auf der Hauptwache zu schützen. Die meisten ihrer Reden gingen völlig im Lärm der gut 4000 Gegendemonstranten unter.

Im Frankfurter Polizeipräsidium zog man am Dienstag eine Bilanz des aggressiven Abends: Insgesamt 27 Beamte seien während des Einsatzes leicht verletzt worden, teilte die Polizei mit, ein Gegendemonstrant sei von einem Pegida-Anhänger angegriffen worden und habe ebenfalls leichte Blessuren erlitten. Unbekannte hätten zudem versucht, einen in der Bleidenstraße abgestellten Streifenwagen anzuzünden. Acht Menschen seien wegen des Verdachts auf Körperverletzung und Sachbeschädigung vorläufig festgenommen worden. Ein Polizeisprecher sagte der Frankfurter Rundschau, wegen der Masse der Gegendemonstranten sei es kaum möglich gewesen, den Bewurf der Pegida-Anhänger zu stoppen.

Die Pegida-Veranstalter ziehen trotz alldem eine positive Bilanz des Abends. „Unsere erste Pegida-Demo in Frankfurt war ein 1:0 für uns“, schrieb Organisatorin Heidi Mund noch am Montagabend auf ihrer privaten Facebook-Seite. In einem dazugestellten Video, das neben Mund auch ihren Ehemann, den Stadtverordneten Mathias Mund (Freie Wähler), und einen Freund aus Israel zeigt, sagt Mund, sie sei „dankbar für jeden Einzelnen, der sich getraut hat“.

Pegida kritisiert die Presse

Der „Meute“ der Gegendemonstranten wirft Mund in dem Film fehlende demokratische Gesinnung vor und kündigt an, in Zukunft jeden Montag um 18.30 Uhr demonstrieren zu wollen. Der Frankfurter Presse macht sie den Vorwurf, Pegida zu Unrecht in die rechte Ecke zu stellen. Zur Anwesenheit einiger Neonazis und des hessischen NPD-Vorsitzenden Stefan Jagsch bei der Pegida-Kundgebung sagt Mund, sie werde sich nicht als Rechte bezeichnen lassen, nur weil „ihr jedes Mal auf unsere Demo irgend einen NPD-Mann hinstellt, der wahrscheinlich in Wirklichkeit ein Linker ist“.


Innerhalb der hessischen NPD ist unterdessen offenbar ein Streit um Pegida entbrannt: Während der Vorsitzende Jagsch an der Kundgebung teilnahm, hat sich der Frankfurter NPD-Stadtverordnete Jörg Krebs deutlich vom lokalen Pegida-Bündnis distanziert, weil es ihm zu pro-israelisch ist.
Die Römerfraktion der Freien Wähler hat angekündigt, die Ereignisse des Abends in der nächsten Stadtverordnetenversammlung zu thematisieren. Alle Demokraten müssten sich vom Angriff auf das Demonstrationsrecht durch „extremistische Kräfte“ distanzieren, forderte die Fraktion.

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