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Frankfurt
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27. November 2015

Perspektivwochen in Frankfurt: Ein Ort für Mitgestalter

 Von 
Zukunft nachhaltig gestalten – im Pavillon auf dem Goetheplatz. An den Außenwänden gedeiht der Kohl.  Foto: Alex Kraus

Wie soll die Region der Zukunft aussehen? Diese Frage kann im Öko-Pavillon erörtert werden, der auf dem Goetheplatz in Frankfurt eröffnet worden ist. Dort werden Workshops etwa zu Städtebau und Stadtentwicklung angeboten. Die Organisatoren hoffen auf eine hohe Beteiligung.

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Wie soll die Region der Zukunft aussehen? Wie stellen sich die Frankfurter und Offenbacher, die Mainzer und Darmstädter und Wiesbadener ihre Städte vor, was Sozialleben und Ökologie angeht, aber auch die Architektur? Seit Freitag gibt es einen zentralen Ort, an dem sie darüber ausführlich debattieren können: den Öko-Pavillon auf dem Frankfurter Goetheplatz.

„Eine Art Speaker’s Corner“ soll es sein, das Haus aus Holz und Wellplastik, „aber mit Bewirtung – mit Apfelwein“, sagt Architekt Ian Shaw: „Das haben wir den Londonern voraus.“ Im Londoner Hyde Park kann bekanntlich jeder seine Meinung äußern am Speaker’s Corner. Ohne Apfelwein. Aufs Gesöff kommt es allerdings nicht in erster Linie an bei den Plänen, die der „Architektursommer Rhein-Main“ hervorgebracht hat.

„Wir wünschen uns Beteiligung, wir wünschen uns Ideen aus der Bevölkerung – gern zu Themen, die zu Städtebau und Stadtentwicklung passen“, sagt Stephanie Wellnitz vom Vorstand des Vereins Architektursommer Frankfurt/Offenbach. Gefragt sind auch radikale Entwürfe, massive Eingriffe und Bauwerke, „wenn wir Förderer dafür finden, die es finanzieren“.

Als Vorbild nennt sie den Radweg zwischen Offenbach und Frankfurt, der auf Anregung im Sommer verbreitert und illuminiert wurde, quasi ein leuchtendes Beispiel für Engagement von unten. Aber natürlich ist auch der Frankfurter Goetheplatz ein Ort, über dessen Gestaltung noch lange nicht das letzte Wort gesprochen sein dürfte. Das Holzhaus, zunächst für ein Jahr errichtet, sei „auch ein Test, was an dieser Stelle geht“, sagen die Aktivisten.

Veranstaltungen bis zum 13. Dezember

Zunächst geht es im Öko-Pavillon aber um Diskussionen über die Gesamtentwicklung: „Wie halten wir die Region lebenswert?“ Und wer eine Idee hat, kann in den Pavillon gehen und sie dort loswerden? Ja, aber: „Man sollte sich anmelden, vor Ort oder im Internet, aber bitte anmelden“, sagt Ian Shaw.

Eine Bühne gibt es im Holzhaus, die jeder in Anspruch nehmen darf. Shaw: „Nützt das bitte!“ Alles trägt das Etikett „nachhaltig“, alles kann schnell auf- und wieder abgebaut werden, Beleuchtung und Heizung so energiesparend wie möglich. Gut, die Hütte sieht in echt etwas einfacher aus als auf der Illustration im Prospekt, und die Pflanzen drumherum sind auch weniger üppig – aber dafür sind sie alle essbar, vom Verein Frankfurter Garten gepflanzt: Kohl, Kohlrabi, Kräuter. Was halt so wächst im Winter.

Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) eröffnet am Freitagnachmittag die „Perspektivwochen Zukunftspavillon“ mit Veranstaltungen bis zum 13. Dezember. „Sie haben ein starkes Signal gesetzt“, lobt er dabei die Leute vom Architektursommer. Ihm gefällt die Kooperation über Stadtgrenzen, er nennt es vorbildlich, dass die Bürgerschaft eingeladen ist, die Region mitzugestalten. Das Ganze sei kein Elitenprojekt, sagt Feldmann und spricht von der großen Herausforderung, die Rhein-Main zu bewältigen hat: bezahlbaren Wohnraum für immer mehr Menschen zu schaffen.

Die „Perspektivwochen“ bringen bis Mitte Dezember diverse Workshops. Bereits am heutigen Samstag geht es los mit „Frankfurt building the city“ – auf englisch angekündigt, weil die britische Organisation Urbed als Partner dabei ist. Eingeladen ab 10 Uhr sind „Bürger und Kinder“, ebenso am Sonntag. Später folgen Lehrgänge des Frankfurter Gartens (nachhaltig und gesund leben) und für „Kinder als Architekten“. Ebenfalls schon ab heute: „Dinnertalks“ um 19 Uhr zu verschiedenen Themen.

Das Programm der Perspektivwochen und mehr Informationen gibt es im Internet unter www.asrm2015.de.

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