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06. Januar 2016

Polizei-Großeinsatz: Kaum Ergebnisse bei Razzia

 Von 
166 Personen hat die Polizei auch durchsucht.  Foto: dpa

200 Beamte kontrollieren am Dienstagabend im Frankfurter Bahnhofsviertel 700 Personen. Doch außer geringen Mengen Drogen, ein paar gestohlenen Rädern und unverzolltem Schnaps finden sie wenig. Solche Einsätze sollten Straftäter verunsichern und in Zukunft häufiger erfolgen, sagt ein Polizeisprecher.

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Bei einer großangelegten Razzia im Frankfurter Bahnhofsviertel hat die Polizei am späten Dienstagabend rund 700 Personen und fünf Gaststätten kontrolliert. Zwischen kurz nach 20 Uhr und Mitternacht wurde der Bereich zwischen Taunusstraße, Moselstraße und Niddastraße mit einem Großaufgebot von rund 200 Beamten abgeriegelt. An den umfänglichen Kontrollen waren neben Beamten der Frankfurter Polizei auch die Bundespolizei, Sicherheitskräfte der Deutschen Bahn sowie Mitarbeiter des Ordnungsamts beteiligt.

Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, habe sie auf der Straße, aber auch in Gaststätten und Bordellen rund 700 Personen kontrolliert, 166 von ihnen seien durchsucht worden. Insgesamt 14 Personen habe man erkennungsdienstlich behandelt, acht Menschen habe man wegen möglicher Verstöße gegen das Aufenthaltsrecht in Gewahrsam genommen.

In der Niddastraße seien bei mehreren Personen kleinere Mengen Haschisch und Marihuana gefunden worden, außerdem habe man sechs mutmaßlich gestohlene Fahrräder und ein gestohlenes Handy beschlagnahmt. Zudem seien ein als Taschenlampe getarnter Elektroschocker, zwei Bolzenschneider, 160 unverzollte Flaschen Wodka, 7000 Euro Bargeld ungeklärter Herkunft sowie mehrere dubiose Scheckkarten sichergestellt worden.

Hygienemängel - drei Lokale geschlossen

Wie ein Sprecher des Ordnungsamts der Frankfurter Rundschau sagte, hätten Beamte der Stadtpolizei im Laufe des Abends außerdem fünf Gaststätten kontrolliert, vier davon im Bahnhofsviertel und eine im Nordend. Drei der Lokale seien sofort wegen Hygienemängeln und Schädlingsbefall geschlossen worden. Man sei nicht konkreten Hinweisen nachgegangen, sondern habe vor allem Lokale kontrolliert, die in der Vergangenheit bereits wegen „problematischer Zustände“ aufgefallen seien, sagte der Sprecher.

Zur Begründung der Razzia teilte die Polizei mit, man habe Straftaten aufdecken wollen, die Kontrollen hätten aber auch der „Verunsicherung von potenziellen Straftätern“ gedient. Man wolle im Bahnhofsviertel, wo man zuletzt eine höhere Gewaltbereitschaft festgestellt habe, mehr Präsenz zeigen, sagte Alexander Kießling, Sprecher der Frankfurter Polizei, der FR. „Wir werden die Kontrollen fortsetzen, wir werden da jetzt öfter erscheinen“, kündigte er an.

Verständnis für Kontrollen

Die Polizei habe in Zusammenarbeit mit der Stadt schon im August vergangenen Jahres ein neues Sicherheitskonzept für das Bahnhofsviertel erstellt, das neben besserer Beleuchtung auch verstärkte Kontrollen vorsehe, sagte Kießling. Insgesamt sei die Großrazzia am Dienstag friedlich verlaufen. Die Menschen hätten sich den Kontrollen nicht widersetzt, sondern eher Verständnis für die Maßnahmen gezeigt. „Wir sind mit offenen Armen empfangen worden“, so Kießling.

Ordnungsdezernent Markus Frank (CDU) hatte sich in der Vergangenheit wiederholt für einen schärferen Sicherheitskurs gegen Kriminalität und Drogenhandel im Bahnhofsviertel ausgesprochen und dazu etwa Trinkverbote und mehr Videoüberwachung ins Spiel gebracht. Die Grünen stehen solchen zusätzlichen Maßnahmen ablehnend gegenüber.

Der Präsident des Gewerbevereins Treffpunkt Bahnhofsviertel, Oskar Mahler, zeigte sich mit der Polizeiaktion zufrieden. „Wir haben um mehr Polizeipräsenz gebeten“, sagte er. „Es ist uns sehr recht, dass die Polizei Präsenz zeigt. Das ist wichtig für die Menschen, die hier leben und arbeiten.“ Mahler lobt die Arbeit des Polizeipräsidenten Gerhard Bereswill. Seit dem Appell des Gewerbevereins vor einem Jahr habe es mehr Kontrollen und verdeckte Ermittlungen im Bahnhofsviertel gegeben. Dadurch sei es in der Taunusstraße zum Teil ruhiger geworden.

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