Unter bewölktem Himmel, die Frankfurter Skyline und starken Wind im Rücken, drehen sechs weiße Segelboote am Sonntagmittag beim Theodor-Stern-Kai entspannte Kreise auf dem Main. Zuschauer beobachten vom Südufer aus die noch idyllische Szenerie.
Da ertönt ein Countdown aus den Lautsprechern und die Boote sprinten durch die Startlinie in Richtung Eisenbahnbrücke. Dort steuern sie um einen schwimmenden Würfel mit BMW-Logo herum, wieder zurück und starten neu. Dann steht der Sieger fest.
„Das hier ist die einzige Aktion in Deutschland auf fließendem Gewässer“, sagt Siegfried Gernandt, Sprecher der BMW Niederlassung Frankfurt. Der BMW Sailing Cup des Frankfurter Museumsuferfestes sei der zweite seiner Art. Unter der Fragestellung, welche Sportarten zum BMW-Lifestyle passten, entstünden Kooperationsprojekte wie dieses, sagt Gernandt. „Hier herrscht eine lockere Atmosphäre mit sportlichem Charakter und das passt zu uns. Außerdem ist die Sportart auch im Rahmen des Museumsuferfestes interessant.“
An diesem Wochenende verwandeln 90 Hobbysegler im Rahmen des BMW Sailing Cup 2010 den Main erneut in eine Segellandschaft. „Wir bieten den Seglern ein Rundum-Wohlfühl-Paket. Wir stellen Verpflegung, Kleidung und Segelschiffe zur Verfügung“, sagt Ines Köhler, Projektmitarbeiterin. „Wir haben die Teilnehmerzahl von 64 auf 90 erweitert, da wir eine vielfache Anzahl an Bewerbern haben“, sagt Ines Köhler.
Das nautische Fachwissen steuert Christian Neubauer, Vorsitzender des Frankfurter Yachtclubs, bei. Sein Club stellt die Experten vor Ort. „Die Boote müssen den Wind mit 45 Grad von der Seite nehmen, dann wird die Windkraft in Vortriebskraft umgesetzt. Damit die Boote nicht umkippen, ist der Kiel unten im Boot 1,50 Meter tief.“
Nachdem sich etliche Hobbysegler beworben hatten, wurden 90 Personen ausgewählt, um an der „größten Amateurregatta-Serie der Welt“ teilzunehmen. Aufgeteilt in 18 Fünfer-Teams und mit sechs gleich ausgerüsteten Booten werden „Fleet Races“ auf kurzen Up-and-Down Kursen gesegelt, wobei eine Wettfahrt bis zu 25 Minuten dauert.
Kurs aufs Weltfinale 2011
Dass auch die Hobbysegler gewinnen wollen und den Wettkampf genießen, beweist die Aufregung unter den Teammitgliedern. „Der Wettkampf macht hier richtig Spaß, wir fahren nicht einfach so herum“, sagt Teilnehmer Clemens Blank. Für seinen Bootspartner Niko Lymberopoulos stimmt hier „die Balance zwischen Kampfgeist und Sportsgeist“.
Nach zwei Tagen Wettrennen werden am Sonntagnachmittag die Sieger gekürt. Im Oktober findet dann das Deutschlandfinale in Hamburg statt und im Frühjahr 2011 das Weltfinale.
Für die Besucher des BMW Sailing Cups gibt es als Ersatz fürs Segeln ein „Aktions-Boot“, das mit 130 Kilometern pro Stunde Kinder und Erwachsene kostenlos auf eine Rundfahrt auf dem Main mitnimmt. Und während die Erwachsenen das Rennen auf dem Wasser verfolgen oder Kaffee trinken, fahren die Kleinen auf Bobbycars oder Fahrrädern mit dem blau-weißen Logo auf dem Festland ihre eigenen Rennen .
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