Frankfurts Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) und ihr Fraktionschef Helmut Heuser treffen zwischen 20. und 25. September Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) in Berlin, um über die Kosten der Einhausung der A661 im Bereich Seckbach/Bornheim zu sprechen. „Wir haben die Zusage für das Treffen recht schnell bekommen“, sagte Heuser der FR am Freitag. Roth und Ramsauer kennen sich seit Jahren, was den Zugang zum Minister offenbar erleichtert hat.
Das Frankfurter Duo will den Minister überzeugen, einen Teil der Kosten für die seit Wochen intensiv diskutierte Einhausung zu übernehmen. Juristisch ist der Bund – im Unterschied zum Hamburger Projekt der Überdeckelung der A7 – dazu nicht verpflichtet, weil die Lärm-Grenzwerte beim Planfeststellungsbeschluss vor 40 Jahren andere waren als heute.
Die A661 einzuhausen, mit einem Park zu gestalten und in Teilen gar zu überbauen, nennt Heuser eine „Idee, die man aufgreifen muss“. Der CDU-Fraktionschef warnte am Freitag aber vor einer Diskussion, „wie wir sie mit den Kleingärtnern bei der Olympiabewerbung hatten“. Für den Fall einer Olympiade hätten Kleingärtner ihre Scholle räumen und an anderer – Heuser sagt: attraktiverer – Stelle neu anlegen müssen.
Im aktuellen Fall der Einhausungs-Debatte hat offenbar ein CDU-Mitglied Details einer Skizze aus dem Stadtplanungsamt ausgeplaudert, die ein bekanntes Frankfurter Architektenbüro ausgearbeitet hat. Die Skizze ist in einer Presseveröffentlichung als Studie des Planungsdezernates tituliert, die genannten Zahlen offenbar hochgerechnet. Eingeplant sind nach der Skizze auch Flächen, die bislang von Kleingärtnern genutzt werden. Heuser bestätigte, dass „es keine Studie gibt“, bestenfalls eine Skizze.
„Nicht mehr utopisch“
Die SPD sieht sich unterdessen durch die Skizze bestätigt. „Die Einhausung ist möglich, wenn freiwerdende Flächen für Wohnbebauung und Naherholung genutzt werden“, sagte der Bornheimer Stadtverordnete Bernhard Ochs. Die FDP geht davon aus, dass eine „Realisierung der Einhausung tatsächlich nicht mehr in utopischer Ferne liegt“ zu liegen scheine. SPD und FDP fordern, die Skizze zu veröffentlichen.
Auch CDU-Fraktionschef Heuser erinnert an die Zusage, die die Stadt den Bewohnern von New Atterberry gemacht hat. Nun sei das „Fass wieder aufgemacht worden“. Heuser plädiert angesichts der neuerlichen Debatte über die Einhausung dafür, das „eine zu tun“ – den Bau einer zehn Meter hohen Lärmschutzwand – „ohne das andere zu lassen“: die Chancen auszuloten, wie die Einhausung finanziert werden kann.
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