Anwohner und Geschäftsleute am den Schweizer Platz empören sich über die Nachricht, dass für den Bau eines Fahrstuhls an der U-Bahn-Station am Schweizer Platz drei Platanen fallen sollen. „Keiner hat gewusst, dass für den Bau des Aufzuges die Bäume gefällt werden müssen“, sagt Edda Reyl vom Aktionsbündnis Schweizer Straße, in dem sie seit 35 Jahren die Interessen der Geschäftsleute um den Schweizer Platz vertritt. „Uns hat die Nachricht wie ein Blitz getroffen und ich bin sehr wütend darüber, dass so etwas über unseren Kopf hinweg entschieden worden ist.“
Der Verlust der Bäume sei traurig, aber es gebe keine andere passende Stelle für den Aufzug, sagt der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Ortsbeirat 5, Reinhard Klapproth. Ralf Heider von der SPD findet es besonders bedauerlich, dass die Bäume nach den Arbeiten nicht wieder nachgepflanzt werden können. Eine Vorlage des Magistrats berichtet von einem Bauvorhaben am Schweizer Platz, bei dem die drei Platanen zwischen Oppenheimer Landstraße und Gutzkowstraße gefällt werden müssen. Der Aufzug, der Mitte des kommenden Jahres an der Stelle gebaut wird, soll Fahrgästen einen barrierefreien Zugang zur Haltestelle ermöglichen.
Die Vorlage bezieht sich auf eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung aus dem vergangenen Jahr. Damals sind die Baupläne bereits offenlegt worden.
„Man hätte wohl in den Plänen aus dem vergangenen Jahr erkennen können, dass die Bäume dem Aufzugbau weichen müssen. Dort war zumindest die Stelle bereits eingezeichnet“, so Heider. Das dort die Platanen stünden, war zwar nicht formuliert worden, hätte aber erkannt werden können.
Doch obwohl Verkehrsdezernenten Stefan Majer (Grüne), die Verkehrsgesellschaft Frankfurt und der Ortsbeirat Bedauern über den Verlust der Bäume geäußert haben, ist sich Heider sicher, dass keine der Fraktionen bei der Vorstellung des Projekts in der Januarsitzung des Ortsbeirates Widerspruch zu den bestehenden Plänen einlegen werde. „Der barrierefreie Zugang am Schweizer Platz ist das A und O“, so der Sozialdemokrat. Auch Klapproth steht hinter der Entscheidung des Ortsbeirats. „Ich kann allerdings verstehen, dass es bei dieser Sache zu einem klassischen Zielkonflikt kommt. Die Situation ist durchaus kompliziert“, sagt der Grüne.
Der Magistratsvortrag macht deutlich, dass es keinen Alternative gebe. Kim Bartelt, ein Referent Majers, weist daraufhin, dass die besondere Lage der B-Ebene am Schweizer Platz keine andere Lösung zugelassen habe. „Ein Abwasserkanal macht das Bauvorhaben zusätzlich kompliziert. Der Kanal verhindert auch, dass dort wieder Platanen angepflanzt werden können.“
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