Wie groß ist eigentlich mein eigener ökologischer Fußabdruck? Am Familientag im Senckenberg-Naturmuseum kann man’s herausfinden: beim interaktiven „Ökomonster-Spiel“. Und es gibt noch eine ganze Menge mehr zu erleben am kommenden Samstag: Riesenschneeflocken herstellen, einen Vulkan zum Ausbruch bringen, einen Bienenstock beobachten, einen Sturm im Wasserglas produzieren – alles Sachen, die die meisten noch nicht gemacht haben. Auch nicht die Erwachsenen.
Die FR verlost fünf Familienkarten für den Senckenberg-Familientag am Samstag, 10 bis 16 Uhr. Das Ticket gilt für jeweils zwei Erwachsene und drei Kinder. Teilnehmer senden eine E-Mail an verlosung@fr-online.de. Die Gewinner werden benachrichtigt und können ihre Karten an der Museumskasse abholen.
Ein Höhepunkt am Samstag wird die Taufe einer neu entdeckten Wildbienenart sein. Wie sie heißt, darf der Sieger des Wettbewerbs „Erst bauen, dann schauen“ bestimmen, bei dem das originellste Wildbienenhotel gesucht wurde. Im Finale sind Mitarbeiterinnen des Magdeburger Zoos mit einem Bienenhotel in Form einer Afrika-Karte, Nordhorner Schüler mit einem zum Hotel umgebauten Waschzuber und eine Tübingerin, die eine Getränkekiste mit Naturmaterial zur Unterkunft umfunktionierte.
„Klima – Wetter – Artenvielfalt“ ist diesmal das Thema des jährlichen Familientags im Museum. „Dass sich unser Klima schneller als je zuvor in der Erdgeschichte verändert, ist erwiesen“, locken die Forscher: „Aber was bedeutet das für das Leben auf der Erde? Wird es wirklich bald zu warm? Und wie wirkt sich der Wandel auf die Tierwelt aus?“ Das alles können große und kleine Besucher mit Wetterexperimenten, Rate-, Bastel- und Malspielen auskundschaften.
Bienen zählen zu den besten Experten für das Thema. Sie müssen bereits heute mit der Klimaerwärmung umgehen, denn die Pflanzen, die sie bestäuben, blühen immer früher. Im Museum kann man ihnen am Samstag bei ihrer Arbeit im Bienenstock zusehen. Außerdem haben Besucher die Gelegenheit, dabei zu sein, wenn das originellste Wildbienenhotel gekürt wird. Der Gewinner darf einer neu entdeckten Wildbienenart ihren Namen geben. Der Insektenforscher Michael Kuhlmann hat sie aufgespürt und eindrucksvolle Fotos aus Südafrika mitgebracht, wo die wilde Biene lebt.
Wissenswertes erklären die Fachleute auch über Vögel, die ihr Zugverhalten wegen der globalen Erwärmung ändern. Manche fliegen im Winter gar nicht mehr in den Süden. Anfassen und selber forschen ist erwünscht: Wer will, kann den Aufbau einer Vogelfeder untersuchen.
Am Familientag gibt es auch Speisen und Getränke. Dabei sein kostet den üblichen Museumseintritt (Erwachsene sechs Euro, Kinder drei Euro, Familienkarte 15 Euro). Auch der Eintritt in die Sonderausstellung „Licht und Farbe“ in der Wolfgang-Steubing-Halle ist an diesem Tag inklusive.
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