Auch drei Tage nach der Silvesternacht 2012 sind in der Stadt überall noch die Spuren der Party zu sehen: Reste verbrannter Feuerwerkskörper, zerbrochene Flaschen und allerlei andere Überbleibsel der nächtlichen Feierei liegen auf Frankfurts Straßen. Viele Bürger ärgern sich über die dreckigen Wege und Plätze, besonders wenn sie wie der Friedberger Platz im Nordend für regelmäßige Veranstaltungen wie den Wochenmarkt gebraucht werden.
Die Menge des anfallenden Silvestermülls wird jedes Jahr größer. Schuld daran sind unter anderem sinkende Preise für Feuerwerkskörper.
Zerbrochene Glasflaschen und sperrige Raketenbatterien machen dem Reinigungspersonal die Arbeit schwer, da dieses dann alles von Hand aufsammeln muss.
Das Grünflächenamt appelliert an die feiernden Menschen, zumindest einen Teil ihres Mülls selber wieder mitzunehmen.
Während die wichtigsten Bereiche in der Innenstadt wie Römerberg, Mainufer, Haupt- und Konstablerwache sowie Domplatz in einer Sonderschicht der Frankfurter Entsorgungs- und Servicegesellschaft (FES) gleich an Neujahr sauber gemacht werden, müssen die meisten anderen Orte in der Stadt, die durch die große Silvesterparty verdreckt wurden, auf die reguläre Reinigungstour der FES warten.
„Es kann bis zu zwei Wochen nach Neujahr dauern, bis wirklich jede Straße in jedem Stadtteil wieder aufgeräumt ist“, sagt Peter Postleb von der städtischen Stabstelle Sauberes Frankfurt. Das bestätigt auch Bernd Roser, Leiter der Abteilung Grünflächenunterhaltung beim Grünflächenamt, die für die Reinigung der Rasenflächen auf öffentlichen Plätzen zuständig ist: „Man darf nicht vergessen, dass es sich bei dem zu reinigenden Bereich um eine sehr große Fläche handelt.“
Es sei zwar verständlich, dass sich die Leute über den Dreck auf den Straßen und Plätzen ärgerten, doch um die Situation zu verbessern wäre es nötig, dass jeder seinen eigenen Dreck auch wieder mitnehmen würde, sagt Roser. „In der Vergangenheit hat die Zahl der Sektflaschen, die nach Silvester überall herumliegen, extrem zugenommen.“
Glasscherben auf Grünflächen seien besonders ärgerlich, da sie einerseits natürlich ein großes Verletzungsrisiko bergen und andererseits mühselig von Hand weggeräumt werden müssen. Man könne zwar zusätzlich zu den eingeteilten Reinigungstrupps noch Mitarbeiter losschicken, doch die Kosten dafür sind laut Roser nicht zu tragen und auch nicht zu rechtfertigen.
Zwischen 1700 und 1800 Tonnen Sperrmüll kippen die Frankfurter jährlich wild und ungenehmigt in die Gegend,...
Foto: chrisoph boeckhelerAuch Stephanie Pieper, Sprecherin der FES, weiß um die Schwierigkeit, die Stadt nach dem Jahreswechsel schnell wieder sauber zu kriegen: „Unsere Mitarbeiter sind natürlich sehr darum bemüht, alles so schnell wie möglich zu reinigen. Doch wir können leider nicht überall gleichzeitig sein.“
In der Silvesternacht sei besonders auf dem Friedberger Platz in diesem Jahr viel Dreck angefallen. Doch da die Reinigungstrupps immer die auf Erfahrungswerten aus den vergangenen Jahren beruhenden Routen abführen, sei der Dreck auf dem Friedberger Platz den Mitarbeitern der FES erst Mitte der Woche aufgefallen.
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