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06. Januar 2016

Silvester: Übergriffe auch in Frankfurt

 Von 
Rund um den Eisernen Steg soll es zu Übergriffen gekommen sein.  Foto: Rolf Oeser

Auch in Frankfurt haben in der Neujahrsnacht Männer Frauen bedrängt und bestohlen. Nach den Ereignissen in Köln haben nun auch hier zwei Frauen Anzeige erstattet - die Polizei vermutet, dass es weitere Fälle gibt.

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Fünf Tage nach den sexuellen Übergriffen in Köln sind auch bei der Frankfurter Polizei zwei Anzeigen wegen ähnlicher Delikte eingegangen. Beide sollen sich in der Silvesternacht rund um den Eisernen Steg abgespielt haben. Im ersten Fall waren gegen 23 Uhr drei Frauen auf dem Eisernen Steg von drei Männern unsittlich berührt worden. Eine der jungen Frauen bemerkte danach den Verlust ihres Smartphones. Im zweiten Fall seien gegen 0.20 Uhr drei Frauen aus Südhessen von etwa zehn Männern umringt und „massiv unsittlich berührt worden“, sagte Polizeisprecher Rüdiger Reges.

Die Anzeigen waren beide am Dienstagnachmittag eingegangen. Die Polizei geht davon aus, dass es weitere Übergriffe gegeben hat und die Opfer sich bislang noch nicht gemeldet haben. So habe etwa eine Frau gegenüber dem Hessischen Rundfunk geäußert, selbst Opfer sexueller Übergriffe geworden zu sein. Bei der Polizei habe sich die Frau bislang aber nicht gemeldet, so Reges. In der Innenstadt und Sachsenhausen hatte es im Laufe der Silvesternacht weitere Taschendiebstähle gegeben. Die Polizei nahm insgesamt zehn Tatverdächtige fest.

Fotos und Videos gesucht

Eine Arbeitsgruppe „AG Steg“ mit Beamten aus den Dezernaten Sexualdelikte und Taschendiebstahl/Trickdiebstahl soll nun Ausmaß und Hintergründe der Vorfälle in der Silvesternacht ermitteln. „Die Arbeitsgruppe arbeitet mit Hochdruck daran, die Sachverhalte aufzuklären“, versicherte der Frankfurter Polizeipräsident Gerhard Bereswill. Dafür werden weitere Betroffene und Zeugen gesucht. Die Polizei ist in diesem Zusammenhang auch an privaten Fotos und Videos interessiert, die bei der Identifizierung von Tatverdächtigen helfen könnten. „Um die Uhrzeit haben ja viele ihre Handys gezückt und Filme und Fotos gemacht“, sagt Reges.

Bewerten will die Frankfurter Polizei die Vorfälle noch nicht. Die Dimension sei aber eine andere als in Köln. Bei den mehreren Zehntausend Menschen, die in der Nacht am Main gefeiert hätten, sei die Zahl der angezeigten Übergriffe gering.
Innenminister Peter Beuth (CDU) kündigte an, die hessische Polizei werde in der Fastnachtszeit mit hoher Präsenz und zusätzlichen verdeckten und offenen Maßnahmen zur Stelle sein. „Die Leute sollen unbeschwert und ohne Angst Fasching feiern können“, sagte Beuth.

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