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Frankfurt
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04. August 2014

Solidarität mit Israel: Demonstration gegen Antisemitismus

Ein Demonstrant steckt Israelfahnen in Laub. (Symbolbild)

Rund 500 Menschen ziehen mit Antifa- und Israel-Fahnen von der Alten Oper bis zur Paulskirche. Sie demonstrieren friedlich gegen Antisemitismus und für Solidarität mit der Jüdischen Gemeinde. Der Anlass: die größere Zahl antisemitistischer Vorfälle in den letzten Wochen.

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Mit Antifa- und Israel-Fahnen sind am Montagabend in Frankfurt rund 500 Menschen gegen Antisemitismus und für Solidarität mit der Jüdischen Gemeinde auf die Straße gegangen. Die Demonstration, zu der unterschiedliche linke Gruppen aufgerufen hatten, zog von der Alten Oper friedlich über die Freßgass und den Roßmarkt bis zur Paulskirche.

Den überwiegend der linken Szene zuzuordnenden Teilnehmern hatten sich auch vereinzelte Jusos, Piraten und Mitglieder der Jüdischen Gemeinde angeschlossen. Auf Schildern und Transparenten wurden Sprüche gegen Judenhass gezeigt, aus dem Protestzug schallten Parolen wie „Alerta Antifascista“, „Solidarität mit Israel“ und „Free Gaza from Hamas“. 

Hintergrund der kurzfristig angekündigten Demonstration ist eine größere Zahl antisemitischer Vorfälle, die sich in den letzten Wochen in Frankfurt ereignet hatten. Neben Hakenkreuz-Schmierereien an der Baumweg-Synagoge und an der Bildungsstätte Anne Frank war ein Rabbiner am Telefon bedroht und zuletzt in der Nacht zum vergangenen Donnerstag das Fenster einer Frankfurter Jüdin eingeworfen worden. Die Vorfälle hatten in der Stadt breite Betroffenheit ausgelöst. 

Zu Beginn der Demonstration betonten daher mehrere Redner, dass Antisemitismus in jeglicher Form zu bekämpfen sei – besonders in Deutschland, wo während der Zeit des Nationalsozialismus sechs Millionen Juden ermordet worden waren. Einige der Redner betonten auch die Notwendigkeit des israelischen Staates als Schutzraum für Juden vor dem Antisemitismus. 

Die Polizei, die mit einem starken Aufgebot vor Ort war, begleitete den Protestzug mit einigem Abstand. Zu Störungen der Demonstration kam es nicht, gegen kurz vor 21 Uhr löste sie sich an der Paulskirche auf.

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