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Frankfurt
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23. April 2014

Sportstadt Frankfurt: Der lange Weg zur Arena

 Von 
Die 5000 Besucher fassende Ballsporthalle in Höchst ist den Skylinern auf Dauer zu klein.  Foto: Jachim Storch

Mindestens 100 Millionen Euro würde sie kosten, eine neue Multifunktionshalle für Frankfurt. Für Vereine wie den Basketballclub Skyliners wäre sie "essenziell". Doch die Stadt ist noch auf der Suche nach einem geeigneten Ort - der Sportdezernent favorisiert den Kaiserlei.

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Frankfurt. –  

Auch in diesem Jahr wird es nichts mit einer großen Multifunktionshalle in Frankfurt werden. Doch Sportdezernent Markus Frank (CDU) ist zuversichtlich. „Frankfurt ist ein idealer Ort für eine Multifunktionsarena“, glaubt er. Doch seit nun schon mehreren Jahren lässt eine Entscheidung für eine moderne zeitgemäße Halle in der größten Stadt des Rhein-Main-Gebiets auf sich warten. „Wir sind ein weißer Fleck auf der Landkarte“, räumt Frank ein. Zunächst passte der Standort am Stadion nicht, jetzt wird auf die Auswertung einer Verkehrsexpertise gewartet.

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Nach der Vorstellung des Frankfurter Sportdezernenten soll die neue Halle in der Nähe des Kaiserlei südlich der Gerbermühlstraße entstehen. Dort will die Stadt einem möglichen Investor ein 40 000 Quadratmeter großes Gelände zur Verfügung stellen. Doch zunächst muss ein Gutachten klären, ob das Gebiet um den schon jetzt stark befahrenen Kaiserleikreisel Veranstaltungen für bis zu 15 000 Zuschauer verkehrstechnisch überhaupt verkraften kann. Derzeit liegt das Papier dem Planungsdezernat zur Bewertung vor. Anfang Mai will die Stadt dann den geplanten Ausschreibungstext für die Halle abstimmen.

Von einer großen Halle würden insbesondere die Frankfurt Skyliners profitieren. Für die Basketballer ist eine Multifunktionshalle „essenziell“, wie Gunnar Wöbke immer wieder betont. Der geschäftsführende Gesellschafter des Basketball-Bundesligisten hofft damit auf größere Vermarktungsmöglichkeiten, als sie in der 5000 Zuschauer fassenden Ballsporthalle in Frankfurt-Höchst möglich sind. Dort gibt es weder VIP-Logen noch weitere freie Werbeflächen. Im vergangenen Sommer hat Wöbke gemeinsam mit seinem Partner Thomas Kunz 250 000 Euro aus eigener Tasche in den Kader investiert - ansonsten würde der Klub, was den Spieleretat angeht, auf einem Abstiegsplatz stehen.

Ehrgeizige Ziele

Genau dieses Szenario droht, wenn die Ausschreibung und die damit verbundene Perspektive nicht kommt oder weiterhin kein Trikotsponsor gefunden wird. Selbst mit zusätzlichem Sponsor ist das nicht der Anspruch von Wöbke. Er will die Skyliners zu einem europäischen Spitzenverein formen. Die Infrastruktur hat der Klub mit einem neuen Jugendkonzept und einem guten Trainerteam geschaffen. Das Herzstück ist aber der 2008 gegründete gemeinnützige Verein der Basketballer, der mittlerweile über 3000 Mitglieder hat. Das wichtigste Projekt ist die Initiative „Basketball macht Schule“, die bei wöchentlich 140 Schulprojekten insgesamt 3500 Schüler der Klassen 1 bis 6 erreicht.

Bauherr und Veranstalter in einem

Doch alleine mit Basketball lässt sich eine solche Halle weder finanzieren noch betreiben. Mindestens 100 Millionen Euro würde der Bau kosten, schätzt Frank und hofft auf einen Investor, der die Künstler zum Bespielen der Halle gleich selbst unter Vertrag hat, wie etwa die Anschutz Entertainment Group, die in Hamburg und Berlin die „O2-Arenen“ betreibt. „Wir beschränken uns nur darauf Vollzug zu melden“, sagt ein Sprecher des Konsortiums nach einem möglichen Interesse befragt.

Noch in diesem Frühjahr will Frank mit der Ausschreibung des Projekts beginnen. Seinerzeit im Stadtwald hatte sich kein Investor gefunden, da potenzielle Interessenten von der Stadt noch zusätzliche jährliche Garantiesummen haben wollten. Die soll es auch diesmal nicht geben, betont Frank, hält das Gesamtpaket wegen des größeren Geländes und den günstigeren Konditionen aber für ungleich lukrativer. Eine mögliche neue Halle könnte laut Frank aber „frühestens 2018“ fertig sein. Das könnte für die Skyliners schon zu spät sein.

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