Die Debatte über die vom Frankfurter Ordnungsdezernenten Volker Stein angekündigte Durchsetzung des Verbots von Tanzveranstaltungen am langen Osterwochenende, zieht immer weitere Kreise. Unterstützung erhält der FDP-Politiker vom hessischen Innenminister Boris Rhein. Er habe überhaupt kein Verständnis für die Debatte, ließ Rhein am Freitag in einer Pressemitteilung verlautbaren. „Das, was Volker Stein in Frankfurt angekündigt hat, ist nichts anderes als die Gesetzeslage. Diese ist weder verhandelbar noch steht das Gesetz zur Disposition.“ Hessen sei ein christlich-abendländisch geprägtes Land, deswegen sei es richtig und wichtig, dass an den höchsten christlichen Feiertagen des Jahres nicht „Ramba Zamba“ rund um die Uhr sei, so der Innenminister.
Derweil distanzieren sich die Jungen Liberalen deutlich von Volker Stein. Deren Landesvorsitzender Hendrik Silken fordert gar eine Abschaffung des Tanzverbots: „Das Feiertagsgesetz ist und bleibt vorsintflutlich. Es ist nicht im mindesten an die Lebensrealität der hessischen Bevölkerung angepasst.“ Die Grüne Jugend bezeichnete das Gesetz in einer Stellungnahme als „Angriff auf den säkulären Staat“. Für Karfreitag kündigt die Jugendorganisation einen Protestflashmob in Frankfurt an. Ebenfalls ungehalten reagieren die Clubbetreiber in Frankfurt. Ralf Scheffler, Inhaber des Musiklokals Batschkapp, bezeichnete den Vorgang als „Posse“: „Solche Maßregelungen erwartet man heutzutage zu Recht nur noch in den Herrschaftsbereichen der Steinzeit-Islamisten.“

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