Aktuell: Zuwanderung Rhein-Main | Fotostrecken | Polizeimeldungen
Möchten Sie zur mobilen Ansicht wechseln?
Ja Nein

Frankfurt
Berichte und Bilder von allen wichtigen Ereignissen in Frankfurt

23. Februar 2016

Videoüberwachung: Polizei will mehr Kameras

 Von 
Die Polizei will noch mehr öffentliche Plätze videoüberwachen lassen.  Foto: imago/Ralph Peters

Die Frankfurter Polizei will die Videoüberwachung im Stadtgebiet ausweiten. Außerdem sollen bereits bestehende Anlagen modernisiert werden. Eine Videoüberwachung für die Taunusstraße und die Hauptwache steht ganz oben auf der Wunschliste.

Drucken per Mail

Polizeipräsident Gerhard Bereswill präsentierte am Montagabend im Rechtsausschuss des Magistrats eine Wunschliste mit vier neuen Standorten für Kameraüberwachung. Gleichzeitig müssten die bereits bestehenden Überwachungsanlagen an der Konstablerwache und im Kaisersack dringend modernisiert werden. Die Anlage an der Konstablerwache etwa sei so veraltet, dass sie kaum noch brauchbare Farbbilder liefere, wie sie für eine Fahndung gebraucht würden.

Polizeipräsident Bereswill hatte bereits in der vergangenen Sitzung des Ausschusses Ende Januar Zahlen zu den Übergriffen in der Silvesternacht präsentiert und eine Ausweitung der Videoüberwachung als sinnvoll erachtet. In der gestrigen Sitzung präsentierte Bereswill dann reichlich weitere Zahlen, um den Stadtverordneten die zusätzlichen Kameras schmackhaft zu machen. Zunächst wies der Polizeipräsident darauf hin, dass Frankfurt vom einstigen hessischen Vorreiter in Sachen Videoüberwachung nun quasi zum Hinterbänkler geworden sei. In 17 hessischen Städten gebe es 22 Überwachungsanlagen mit 150 Kameras. Die Videoüberwachung sei nicht nur geeignet, bei der Aufklärung von Straftaten zu helfen, sondern wirke auch präventiv. Zudem werde das subjektive Sicherheitsempfinden der Bevölkerung gestärkt.

Ganz oben auf der Prioritätenliste steht für Bereswill die Überwachung der Kreuzung Taunusstraße/Elbestraße. „Diese Ecke steht mittlerweile an erster Stelle in Sachen Kriminalität“, betonte Bereswill. Im vergangenen Jahr habe es dort 23 Raubdelikte und vier versuchte Tötungsdelikte gegeben. In einem Fall habe es auch eine Festnahme gegeben, doch der Tatverdächtige bestreite die Tat und mit einem Videofilm wäre die Beweisführung einfacher. Als genauso wichtig erachtet Bereswill eine Überwachung der Hauptwache. Zwar sei dort kein Kriminalitätsschwerpunkt, allerdings habe es dort im vergangenen Jahr mehr als 100 Taschen- und Trickdiebstähle gegeben. Eine Videoüberwachung sei auch sinnvoll, weil die Hauptwache der zweitgrößte Verkehrsknotenpunkt der Stadt und ein wichtiger Versammlungsort mit Demonstrationen und Mahnwachen sei. Zudem bezeichnete der Polizeipräsident die Hauptwache als „potenzielles Anschlagsziel für dschihadistische Tätergruppen“.

Nicht ganz so weit oben auf der Prioritätenliste, aber dennoch wünschenswert, sei eine Videoüberwachung des Bereichs Brockhausbrunnen auf der Zeil und der Kreuzung Allerheiligenstraße/Breite Gasse. Der Bereich um den Brockhausbrunnen sei ein Schwerpunkt in Sachen Taschendiebstahl und Beleidigung, die Allerheiligenstraße sei mittlerweile ein polizeilicher Brennpunkt und als Rückzugsort vom Bereich Zeil zu sehen. Die Überwachung dieser Kreuzung habe die Stadtpolizei angeregt, so Bereswill. Ordnungsdezernent Markus Frank (CDU) dankte Bereswill für das „schlüssige Konzept“. Die Überwachungsmaßnahmen würden der Stadt helfen.

Allerdings sehen Grüne, SPD und Linke noch reichlich Klärungsbedarf. So befürchten etwa Jessica Purkhardt (Grüne) und Martin Kliehm (Linke) eine reine Verdrängung der Kriminalität. „Müssen wir uns dann in fünf Jahren über eine Videoüberwachung der Töngesgasse unterhalten?“, gab Kliehm zu bedenken. Der Linke-Politiker sieht zudem rechtliche Probleme mit einer Überwachung der Hauptwache während Demonstrationen.

Holger Tschierschke von der SPD wollte zunächst geklärt sehen, inwieweit solche Kameras tatsächlich eine präventive Wirkung entfalten und wie denn die personelle Ausstattung hinter den Kameras sei, um die Aufzeichnungen dann auch überwachen zu können. Ohnehin wird eine Entscheidung über zusätzliche Kameras frühestens nach der Kommunalwahl von der dann neuen Stadtverordnetenversammlung getroffen werden.

[ Hat Ihnen der Artikel gefallen? Dann bestellen Sie gleich hier 4 Wochen lang die neue digitale FR für nur 5,90€. ]

Zur Homepage

Anzeige

comments powered by Disqus

Anzeige

Ressort

Nachrichten und Reportagen aus dem Herzen des Rhein-Main-Gebiets - alles über Frankfurt und seine Stadtteile.

Twitter
Südliche Stadtteile
Östliche Stadtteile
Nördliche Stadtteile
Westliche Stadtteile
Bahn-Verkehr

Die Lage im Bahnverkehr live:

- Frankfurt a.M. (Hbf) aktuelle Abfahrt und Ankunft,
- An- und Abfahrt für alle Stationen,
- Reiseverbindungen als Live-Auskunft (Prognosen).

Anzeige

Premium-Fotostrecke
Frankfurt von oben

Mit dem Hubschrauber unterwegs über der Mainmetropole: Fliegen Sie mit!
Zur Premium-Fotostrecke Frankfurt von oben.

Eintracht: Berichte | Spielplan | Team | FR-Videos

ANZEIGE
- Partner