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20. Juni 2014

Waldstadion: Böhse Onkelz sorgen für Ärger

 Von 
Die Böhsen Onkelz  Foto: Alex Laljak/BO2014/dpa

Eintracht-Fanclubs kritisieren die Übertragung eines „Böhse-Onkelz“-Konzerts ins Waldstadion. Von der Eintracht selbst ist zu hören, die Eintracht habe keine Meinung dazu.

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Als die Band „frei.wild“ Ende vergangenes Jahres zwei Mal in der Festhalle aufgetreten ist, hat dies für viel Kritik gesorgt. Vor allem der gemeinsamen Fraktion von Europa Liste und Piraten im Stadtparlament gefielen die Auftritte der umstrittenen Band aus Südtirol gar nicht. Sie forderten die Stadtverordnetenversammlung dazu auf, sich von den Konzerten zu distanzieren und Kriterien zu definieren, „um zukünftig rechtsradikale Veranstaltungen an städtischen Veranstaltungsorten zu verunmöglichen“.

Zwar haben sich die „Böhsen Onkelz“ von ihren rechten Ursprüngen distanziert. Dass das Konzert der Rockband am Hockenheimring gestern Abend aber live in das Waldstadion übertragen wurde, sorgte im Vorfeld dennoch für Kritik. Aus dem Umfeld einiger Eintracht-Fanclubs war zu hören, dass sie mit der Entscheidung, das Konzert in die Heimspielstätte ihres Vereins zu übertragen, überhaupt nicht einverstanden waren.

Der Pressesprecher der Eintracht, Carsten Knoop, ließ am Freitag wissen, dass der Klub es grundsätzlich begrüße, wenn Veranstaltungen in „seinem“ Stadion stattfänden. Allerdings sei die Eintracht selbst lediglich Mieter der Betreibergesellschaft und habe daher keinerlei Möglichkeit auf die Planung von Veranstaltungen Einfluss zu nehmen. Inhaltlich habe der Verein daher keine Meinung zur Übertragung des „Böhse-Onkelz“-Konzerts.

Scharnier der Neonazi-Szene

Michael Weiss aus dem Umfeld der Eintracht-Fans arbeitet für die Berliner „Agentur für soziale Perspektiven“. „Wir beobachten die deutsche Rechts-Rock-Szene schon seit Jahren“, sagt Weiss. Und obwohl sich die „Böhsen Onkelz“, die aus der Nähe von Aschaffenburg kommen, glaubwürdig von rassistischen und faschistischen Inhalten distanziert hätten, sei die Band weiterhin ein Scharnier der Neonazi-Szene.

„Gehen Sie mal auf eine Böhse-Onkelz-Party im Lahn-Dill-Kreis. Da werden sie die versammelte Szene der Region antreffen“, sagt Weiss. Auch von Szene-Aussteigern wisse er, dass die Band nach wie vor eine wesentliche Rolle in der Sozialisation von Rechtsextremen spiele. „Die Gefahr ist, dass durch die Akzeptanz der ‚Böhsen Onkelz‘ der Normalisierung von Rechtsextremismus Vorschub geleistet wird.“ Deshalb findet Weiss die Übertragung des Konzerts hochproblematisch und kurzsichtig.

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Die Stadion Frankfurt Management GmbH teilte am Freitag mit: „Die Veranstalter vom Hockenheimring und die Ordnungsbehörden aus Hockenheim haben uns um Unterstützung gebeten, um Fans, die kein Ticket mehr bekommen haben, etwas anbieten zu können.“ Man prüfe stets politisch neutral, ob eine Veranstaltung bewilligt werde. Vom Ordnungsdezernenten Markus Frank (CDU) war keine Stellungnahme zu erhalten.

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