Normalerweise ist ja alles erst am Aschermittwoch vorüber. Diesmal geht’s schneller. Die Apokalypse mag mit manchen Unannehmlichkeiten verbunden sein. Doch für viele Frankfurter bringt der Weltuntergang auch Gutes. Es kommt drauf an, was man draus macht. Folgende Bevölkerungsgruppen können sich jetzt schon auf einen herrlichen und unbeschwerten Jüngsten Tag einstellen:
Stadtgesellschaft:
Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) hat fest zugesagt, am Weltuntergang teilzunehmen. Er weiß nur noch nicht genau wo.
Ultras:
Pyrotechnik ist zur Apokalypse nicht nur nicht verboten, sondern ausdrücklich erwünscht. Die Gegenseite arbeitet ja auch damit. Auf geht’s, Jungs: Zeigt den vier Reitern, dass sie in Frankfurt kein Heimspiel haben!
Andere Fans:
Die Eintracht wird nie wieder von einem Spitzenplatz der Ersten Liga verdrängt werden. Sie ist UN-ABSTEIG-BAR!
Da kommt es her das scheinbare Wissen der Verschwörungstheoretiker über das Ende der Welt 2012: Seiten aus der Maya-Handschrift "Codex Dresdensis".
Foto: dapdÄstheten:
An der Konstablerwache tut sich städtebaulich endlich was. Und zwar nachhaltig.
Hartz-IVler:
Essen Sie sich mal wieder richtig satt. Und laden Sie Freunde und Verwandte ins Palmengarten-Restaurant Lafleur ein. Schlemmen Sie, als gäbe es kein Morgen mehr. Gibt’s nämlich wirklich nicht. (Obacht: Sollte Armageddon wider Erwarten ausfallen, geraten Sie in Leibeigenschaft bei Johnny Klinke und müssen bis ans Ende Ihrer Tage im Tigerpalast den Hanswurst geben.)
Freie Wähler:
In Hausen wird mit Sicherheit keine Moschee mehr gebaut werden. Anderswo auch nicht. Zudem bleibt – wenn auch nichts anderes – doch die wohlige Gewissheit: Mit der D-Mark wär’ der Weltuntergang nicht passiert.
Dixieland-Fans:
Es sollte mit dem Teufel zugehen, wenn die Red Hot Hottentots nicht im Südbahnhof ein Abschiedskonzert gäben. Bei freiem Eintritt. Der Teufel gibt ein Gastspiel am Saxophon.
Wutbürger:
Fluglärm? War mal. Eingehauste Autobahn? Braucht kein Mensch mehr. Riederwald-Tunnel? Wozu?
Bedenkenträger:
Nach erfolgtem Weltuntergang verspricht Peter Postleb von der Stabsstelle Sauberes Frankfurt einen zeitnahen Beginn der Aufräumarbeiten. Notfalls will er das auch allein machen.
Abonnenten:
Die Frankfurter Rundschau erscheint bis ans Ende aller Zeiten.
Am 21. Dezember 2012 geht der Kalender der mittelamerikanischen Maya-Indianer zu Ende – und damit die ganze Welt, wie manch einer vermutet. Wer der Apokalypse mit Schrecken entgegen sieht, sollte sich rechtzeitig gut überlegen, wie er sie übersteht. Der Lonely-Planet-Reiseführer hat mit einem Augenzwinkern ein paar Orte zusammengestellt, die einen vor dem sicheren Tod bewahren sollen.
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