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Frankfurt
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19. Dezember 2012

Weltuntergang 2012: Apokalypse: Mach' was draus

 Von 
Und was haben Sie so am 22. Dezember vor? Foto: imago stock&people

Die Welt geht unter. Frankfurt auch. Das Rhein-Main-Gebiet sowieso. Na und? Die FR erklärt allen relevanten Bevölkerungsgruppen der Mainmetropole, wie sie das Beste aus der leicht verfahrenen Situation machen können.

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Normalerweise ist ja alles erst am Aschermittwoch vorüber. Diesmal geht’s schneller. Die Apokalypse mag mit manchen Unannehmlichkeiten verbunden sein. Doch für viele Frankfurter bringt der Weltuntergang auch Gutes. Es kommt drauf an, was man draus macht. Folgende Bevölkerungsgruppen können sich jetzt schon auf einen herrlichen und unbeschwerten Jüngsten Tag einstellen:

Stadtgesellschaft:

Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) hat fest zugesagt, am Weltuntergang teilzunehmen. Er weiß nur noch nicht genau wo.

Ultras:

Pyrotechnik ist zur Apokalypse nicht nur nicht verboten, sondern ausdrücklich erwünscht. Die Gegenseite arbeitet ja auch damit. Auf geht’s, Jungs: Zeigt den vier Reitern, dass sie in Frankfurt kein Heimspiel haben!

Andere Fans:

Die Eintracht wird nie wieder von einem Spitzenplatz der Ersten Liga verdrängt werden. Sie ist UN-ABSTEIG-BAR!

Ästheten:

An der Konstablerwache tut sich städtebaulich endlich was. Und zwar nachhaltig.

Hartz-IVler:

Essen Sie sich mal wieder richtig satt. Und laden Sie Freunde und Verwandte ins Palmengarten-Restaurant Lafleur ein. Schlemmen Sie, als gäbe es kein Morgen mehr. Gibt’s nämlich wirklich nicht. (Obacht: Sollte Armageddon wider Erwarten ausfallen, geraten Sie in Leibeigenschaft bei Johnny Klinke und müssen bis ans Ende Ihrer Tage im Tigerpalast den Hanswurst geben.)

Freie Wähler:

In Hausen wird mit Sicherheit keine Moschee mehr gebaut werden. Anderswo auch nicht. Zudem bleibt – wenn auch nichts anderes – doch die wohlige Gewissheit: Mit der D-Mark wär’ der Weltuntergang nicht passiert.

Dixieland-Fans:

Es sollte mit dem Teufel zugehen, wenn die Red Hot Hottentots nicht im Südbahnhof ein Abschiedskonzert gäben. Bei freiem Eintritt. Der Teufel gibt ein Gastspiel am Saxophon.

Wutbürger:

Fluglärm? War mal. Eingehauste Autobahn? Braucht kein Mensch mehr. Riederwald-Tunnel? Wozu?

Bedenkenträger:

Nach erfolgtem Weltuntergang verspricht Peter Postleb von der Stabsstelle Sauberes Frankfurt einen zeitnahen Beginn der Aufräumarbeiten. Notfalls will er das auch allein machen.

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