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26. Januar 2013

Weltwirtschaftsgipfel in Davos: Feldmann bricht mit Tradition

 Von Claus-Jürgen Göpfert
Sie war immer gerne in Davos, er ordnet lieber daheim das Umland.  Foto: Alex Kraus

Der OB Peter Feldmann lässt die Kette der Besuche seiner Vorgängerin Petra Roth (CDU) rüde abbrechen. Beim Weltwirtschaftsgipfel in Davos hat er sich nicht blicken lassen.

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Ach Davos, das wundervolle Davos. Petra Roth fuhr gerne jedes Jahr zum Weltwirtschaftsgipfel dort im Schnee. Die frühere Frankfurter Oberbürgermeisterin sonnte sich im Glanz all der Größen aus Banken, Immobilien-Konzernen, Beratungsfirmen. Unvergessen die Treffen am Abend, bei denen Josef Ackermann, der damalige Vorstandssprecher der Deutschen Bank, im Beisein Roths sogar die Krawatte ablegte, wie teilnehmende Journalisten begeistert nach Hause berichteten.

Vorbei, alles vorbei. Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) hat die schöne Tradition rüde abbrechen lassen. Er ist am Donnerstag einfach nicht nach Davos gereist, sondern schlicht zu Hause in Frankfurt geblieben.

Termine kollidieren

„Der Oberbürgermeister hatte zugesagt, sich aber dann umentschieden“, erklärt Nikolaus Münster, Leiter des städtischen Presse- und Informationsamts (PIA). Wegen eines „Treffens zur Neuordnung der regionalen Wirtschaftsförderung“ just am gleichen Tag sei der OB in Frankfurt unabkömmlich gewesen.

Bei diesem Treffen ging es darum, das wunderbare Durch- und Nebeneinander der vielen regionalen Gesellschaften im Rhein-Main-Gebiet neu zu ordnen. Fast 20 verschiedene GmbHs kümmern sich nämlich um Wirtschaft, Kultur, Verkehr und Freizeit im Ballungsraum. Der Regionalverband Frankfurt Rhein-Main, das ist eine dieser Organisationen, gab nach der Zusammenkunft mit dem Oberbürgermeister bekannt, dass er jetzt „in einem moderierten Dialog die Standort-Marketing-Gesellschaft und andere regionale Gesellschaften neu ordnen“ möchte.

Allerdings war ausgerechnet die wichtige regionale Wirtschaftsförderungsgesellschaft Frankfurt Rhein-Main zu dem Treffen gar nicht eingeladen worden. Die Einladung wäre auch ins Leere gegangen, denn der Geschäftsführer der Gesellschaft, Hartmut Schwesinger, und sein Prokurist Eric Menges weilten just zur gleichen Zeit – genau: Beim Weltwirtschaftsgipfel in Davos.

Die beiden tapferen Männer hielten dort das Fähnlein des Wirtschaftsstandorts Rhein-Main hoch. Sie müssen sich beim Gesellschafts-Abend „Frankfurt meets Davos“, den die frühere OB Roth einst eingeführt hatte, ziemlich einsam vorgekommen sein.

Manager reisen allein

Ob Josef Ackermann dieses Jahr überhaupt noch erschien und vielleicht gar wieder den Schlips abstreifte, vermeldeten die Nachrichtenagenturen gar nicht mehr. Ohne den Glanz des Frankfurter Stadtoberhaupts ist das weltweit wichtigste Treffen von Politik und Wirtschaft nicht mehr das alte …

Immerhin hatte Feldmann schon beim Neujahrsempfang der Industrie- und Handelskammer (IHK) am Dienstagabend einigen versammelten Wirtschaftsführern im Gespräch mitgeteilt, dass sie ohne ihn nach Davos fahren müssten. Neuer Anlauf im nächsten Jahr.

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