Wie heißt du eigentlich?“, fragt das kleine Mädchen aus der zweiten Reihe schüchtern. Gelächter schallt durch den Raum. Das ist nur eine von mehreren ungewohnten Fragen, denen sich Eintracht-Torwart Ralf Fährmann am Mittwoch bei der Kinder-Pressekonferenz im Eintracht-Museum widmen muss. Nachwuchsjournalisten sollen bei der jährlich wiederkehrenden Veranstaltung den Profis Löcher in den Bauch fragen.
Pünktlich um 13 Uhr beginnt Moderator Axel Hoffmann, der Stadionsprecher der Eintracht-Amateure, mit seiner Ansprache. Er gibt den jungen Gästen eine Einführung in die Regeln, die bei einer Pressekonferenz üblich sind – beispielsweise bei Fragen anderer aufmerksam zu sein.
Nach der Einführung stellen die Kinder dem Moderator erst einmal verschiedene Fragen über das Eintracht-Museum und natürlich über ihren Stargast. Dann schließlich kommt er. Er, auf den alle sehnsüchtig gewartet haben: Ralf Fährmann.
Der 1,96 Meter große Torhüter, den die Eintracht in der vergangenen Saison unter Vertrag genommen hat, ist von Anfang sehr aufgeschlossen gegenüber seinem jungen Publikum. Mit seiner lockeren Umgangsart kommt er auch an diesem Mittag wunderbar bei den Kindern und Jugendlichen verschiedensten Alters an. Fährmann widmet sich jeder Frage sorgfältig. Auch wenn manche mehrmals wiederholt werden, antwortet er immer in etwas anderen Worten, um die Konversation spannend zu halten.
Streitest du dich mit Skibbe?
Fährmann erzählt, wie er mit vier Jahren angefangen hat, Fußball zu spielen – weil er so sein wollte wie sein großer Bruder, der auch in einem Verein war. Heute ist der kleine Bruder der Erfolgreichere. „Was machst du, wenn du nicht Fußball spielst?“, fragt einer. „Ich gehe mit meinem Hund spazieren, spiele Playstation und Basketball“, antwortet der Torwart.
Fragen über seine Teamkameraden oder darüber, wie er zu seinem Trainer Michael Skibbe steht, weicht Ralf Fährmann nicht aus. Im Gegenteil: „Ab und zu streite ich mich mit dem Trainer, aber ich finde ihn insgesamt sehr nett“, sagt er.
Wie schätzt Ralf Fährmann seine eigene Leistung ein? Auch das wollen die Kinder wissen. Er sei wohl nicht schlecht, wolle sich aber verbessern, sagt der Ins-Kreuzverhör-Genommene.
Nach gut einer Stunde ist er erlöst. Nun haben sich die Veranstalter jedoch noch etwas Besonderes überlegt. Die Kinder können sich persönlich mit Ralf Fährmann austauschen und sich Autogramme geben lassen.
Moderator Axel Hoffmann ist sehr zufrieden. „Die Kinder waren sehr pfiffig und aufmerksam. Es hat wirklich Spaß gemacht!“, sagt Hoffmann. Zudem schwärmt er von der Umgangsart Fährmanns mit den Kindern. „Ralf hat es wirklich gut gemacht. Er kam sehr sympathisch rüber.“
Fährmann ist nicht minder zufrieden mit seinem Auftritt: „Es war eine echt coole und lustige Aktion. Die Kinder stellen nicht so steife Fragen, sondern sind eher persönlich. Das gefällt mir sehr gut.“
Der zwölfjährige Karl und sein zehnjähriger Bruder David können das nur bestätigen. „Ralf war mir von Anfang an sympathisch. Mir hat es viel Spaß gemacht.“
Anhand der Reaktion von allen Beteiligten kann man wohl erwarten, dass diese Kinder-Pressekonferenz nicht die letzte war.

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