Der Frankfurter Flughafen ist am Sonntag wegen Eisregens lahmgelegt worden. Gegen 16.30 Uhr sagte Deutschlands größter Airport alle Starts und Landungen ab. „Außer vereinzelten Ausnahmefällen“, sagte ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport am Abend, seien keine weiteren Starts und Landungen möglich solange es regnet.
Der Eispanzer auf den Flugzeugen sei zu dick für eine Enteisung gewesen, so der Sprecher. „Durch den Regen kommen wir mit dem Enteisen nicht mehr nach.“ Da wegen der ausgefallenen Starts alle Parkpositionen belegt gewesen seien, hätten auch keine Maschinen mehr in Frankfurt landen können. Bis zum Abend (gegen 20 Uhr) mussten rund 370 Flüge annulliert werden.
Mit Schnee und Eisregen macht sich der Winter auch im Rhein-Main-Gebiet bemerkbar - und legt auch den Frankfurter Flughafen lahm.
Für gestrandete Passagiere wurden rund 400 Feldbetten in den Terminals aufgestellt. Auch das Servicepersonal musste entsprechend aufgestockt werden. Ein Sprecher der Lufthansa sagte, wegen ausgefallener Zubringerflüge hätten viele Fluggäste Frankfurt gar nicht erst erreicht. Am Vormittag hatte erst Schnee den Betrieb behindert, am Nachmittag setzte der Eisregen ein. Zunächst verlief das Enteisen nur langsam, später sei dann keine Enteisung mehr möglich gewesen, auch nicht mit viel Zeitaufwand. Nur wenige Flugzeuge seien dann noch in die Luft gegangen, sagte der Flughafensprecher.
Die Lufthansa rief die Passagiere auf, sich über mögliche Verspätungen und Ausfälle zu informieren. Auch für Montagmorgen sagte die größte deutsche Fluglinie bereits zahlreiche Flüge ab.
Auf Frankfurts Straßen blieb es hingegen ruhig. „Die Leute fahren vorsichtig“, sagte ein Sprecher der Polizei. Bis auf kleinere Blechschäden, gab es keine Probleme. Viele Autofahrer hatten Schwierigkeiten mit zufrierenden Scheiben während der Fahrt. Die Scheibenwischer halfen nichts. Auch im Nahverkehr und bei der Deutschen Bahn gab es keine größeren Behinderungen.
Schlittschuhe statt Winterreifen: Ein Mann ist in Karlsruhe auf einer völlig vereisten Straßeunterwegs. Foto: Susanne Kupke
Am Wetter wird sich in den kommenden Tagen im Rhein-Main-Gebiet nicht viel ändern, sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD). „Der Regen wird zwar in den Osten weiterziehen, aber aus dem Westen kommt die nächste Kaltfront“, so der Sprecher des DWD. Für den Montagmorgen erwarten die Meteorologen fünf Zentimeter Neuschnee. Tagsüber werde es weiter geringen Schneefall geben. „Der wird den Betrieb am Flughafen aber nicht behindern“, glaubt der Sprecher.
Die Temperaturen für die kommenden Tage sinken nachts auf bis zu Minus sieben Grad und tagsüber wird es um Nullgrad. „Das wird sich die kommenden Tage so durchziehen“, prognostiziert der Wetterexperte. (mit dpa)
Fraport empfiehlt den Fluggästen ihren Flugstatus im Internet zu überprüfen und sich bei Fragen frühzeitig mit ihrer Airline in Verbindung zu setzen. Das Servicetelefon ist unter der Nummer 01805/3724636 zu erreichen.
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