Der Mann steht häufig in der ersten Reihe. Und er bringt Argumente mit, die nicht jedem gefallen, die aber jeder zu Kenntnis nehmen sollte, der nicht den Anschluss in der Debatte und den Kontakt zu den Menschen verlieren will. Im vergangenen September, als der ehemalige Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee mit einem symbolischen Spatenstich den Bau des Riederwaldtunnels einleiten will, steht Friedhelm Ardelt-Theeck wieder einmal in der ersten Reihe. Der Bund und die Planungsbehörden ignorierten Lärmwerte, hält der Sprecher des Aktionsbündnisses Unmenschliche Autobahn dem Minister vor, der aus Berlin gekommen ist.
So hat das Ardelt-Theeck oft gemacht. So haben das andere im Aktionsbündnis Unmenschliche Autobahn, Männer wie Volker Marx und viele andere, immer wieder getan. Wo immer diskutiert und manchmal auch heftig gestritten worden ist über Autobahnerweiterungen und Tunnel, führt die AUA und Ardelt-Theeckals Sprecher des Bündnisses die Reihe der Kritiker und Gegner an. Und wo geplant wird, kennt man das Bündnis und Ardelt-Theeck, den Scharfzüngigen, den manchmal auch Emotionalen. Aber vermutlich geht das auch nicht anders, wenn man sich wie Ardelt-Theeck einer Sache verpflichtet fühlt und mit Haut und Haaren für sie streitet. Dieses Engagement teilt der Mann mit vielen Ehrenamtlichen, die im Bündnis aktiv sind.
Das Aktionsbündnis und mit ihm Ardelt-Theeck hat sich damit Verdienste erworben. Verdienste, die vor allem den Menschen zugute kommen, die im Frankfurter Osten wohnen. Dass der Riederwaldtunnel verlängert und verlegt worden ist, dass am Ende nicht die Trogbauweise für das Autobahnteilstück der A66 realisiert werden wird, ist das Verdienst der AUA und Ardelt-Theecks. Und dass mit einem Male – mutmaßlich ernsthaft – über die Einhausung der A661 gesprochen wird, wäre ohne die beharrliche Arbeit der Mitglieder der AUA und Ardelt-Theecks nicht denkbar.
Für dieses Engagement, für diese Arbeit zeichnet die Carl & Irene Scherrer Stiftung die AUA und ihren Sprecher Friedhelm Ardelt-Theeck jetzt mit dem Frankfurter Umweltpreis 2010 aus. Der Preis wird am 26. Oktober um 10.30 Uhr im Bürgerhaus Bornheim verliehen. Zweck der Stiftung ist die „Förderung sozial-ökologischen Engagements“.

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