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11. Mai 2015

Zeilgalerie: Abriss könnte 2016 beginnen

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Die Architektur der Zeil-Galerie ist ungewöhnlich.  Foto: peter-juelich.com

Die Pläne für den Neubau an der Stelle der Zeilgalerie sind weit gediehen und werden von Einzelhändlern gelobt. Was sich fast ein Jahr lang als Gerücht in der Stadt verbreitete, ist wahrgeworden - das Einkaufszentrum in Nähe der Hauptwache wird abgerissen.

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Für die Kunden der Zeilgalerie heißt es langsam Abschied nehmen. Was sich fast ein Jahr lang als Gerücht in der Stadt verbreitete, ist wahrgeworden. Das 1992 als „Les Facettes“ errichtete schmale Einkaufszentrum in Nähe der Hauptwache wird abgerissen. Und es spricht einiges dafür, dass es schon kommendes Jahr Platz für einen Neubau machen soll, der der benachbarten Galeria Kaufhof deutlich mehr Platz bescheren wird.

Denn die am Freitag durchgesickerten Pläne der Eigentümer RFR Management und DC Values sind offenbar bereits sehr weit gediehen. „Wir sind mit der Vorabstimmung durch“, sagte Martin Hunscher, Leiter des Stadtplanungsamts, am Montag der Frankfurter Rundschau. Der Stadt seien die Pläne etwa seit einem Jahr bekannt. Das Vorhaben sei Thema mehrerer Gespräche mit den Investoren gewesen. In diesen habe die Stadt etwa Wert darauf gelegt, dass sich das neue Gebäude städtebaulich einfügt.

Die Zeil

Die 1,2 Kilometer lange Straße gilt als eine der umsatzstärksten Einkaufsmeilen in Deutschland.

11.286 Passanten pro Stunde waren nach Zahlen von BNP Paribas Real Estate am Stichtag 28. Juni 2014 auf der Zeil unterwegs.

Die Ladenmieten sind sehr hoch. Für ein Geschäft mit 100 Quadratmetern sind bis zu 310 Euro pro Quadratmeter zu berappen, 40 Euro mehr als in der Goethestraße. Nur in München werden noch höhere Mieten verlangt.

Bedroht sind die Läden auf der Zeil unter anderem vom Internet-Handel. Bei einer Umfrage gab ein Viertel der Passanten an, verstärkt online einzukaufen und deshalb weniger in der Frankfurter City zu shoppen. (cm)

Der Neubau soll eine eigene Fassade erhalten. Drei Läden mit großflächigen Schaufensterfronten werden nach RFR-Angaben zur Zeil hin entstehen. „Im Inneren aber werden Kaufhof und der Neubau als Einheit erscheinen“, hieß es am Montag in einer Mitteilung. Ein langfristiger Mietvertrag mit der Galeria Kaufhof sei bereits abgeschlossen. „Wir freuen uns auf die gemeinsame Realisierung dieses anspruchsvollen Projekts bei laufendem Betrieb an einem der meist frequentierten Plätze in Deutschland.“

Hunscher hielt es am Montag auf Anfrage für durchaus möglich, dass der Abriss des Gebäudes bereits Anfang kommenden Jahres beginnen könne. Die Kellerräume blieben wohl erhalten, so dass die Anlieger weniger durch die Baustelle beeinträchtigt werden, sagte er.

Der Neubau werde etwas ganz Solides. Wieder eine Aussichtsplattform zu schaffen sei seinen Informationen nach nicht geplant. Eine Möglichkeit könne es aber sein, die Kaufhof-Terrasse zu erweitern.

Die RFR-Geschäftsführung war am Montag bis in den Abend hinein nicht für eine Auskunft zum Zeitplan für das Bauprojekt zu erreichen.

Kaufhof als großer Anziehungspunkt

Ein bisschen bitter sei es schon, dass eine Immobilie schon nach so wenigen Jahren abgerissen werde, sagte Hunscher. Ein neues Gebäude sei besser als eines, das zumindest in den oberen Stockwerken nicht funktioniere, Die Zeilgalerie sei seinerzeit sehr ambitioniert gewesen, auch handwerklich gut gemacht. Letztlich sei das Experiment aber nicht geglückt, obwohl auch der vom Vorbesitzer IFM Immobilien vor wenigen Jahren versuchte „Relaunch“ gar nicht schlecht gewesen sei.

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Als sehr gute Lösung bezeichnete Frank Diergardt, Sprecher der Anliegergemeinschaft Neue Zeil, die Pläne des Investors im Gespräch mit der FR. Das Konzept der Zeilgalerie sei nicht aufgegangen. In den oberen Stockwerken sei die Kundenfrequenz nicht zufriedenstellend, das Angebot nicht hochwertig. Die Galeria Kaufhof dagegen sei schon jetzt ein großer Anziehungspunkt. Mit einem erweiterten Warenangebot werde diese der Zeil noch mehr Frequenz bescheren, hofft Diergardt. Abriss und Neubau würden das Umfeld zwar belasten. Diese Kröte müsse man aber schlucken. Der Anspruch sei, die Zeil auf modernem Stand zu halten, immer weiterzuentwickeln, sagte Diergardt.

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