stellen
auto
immobilien
marktplatz
inserieren
Dossiers
18. März 2010
Anzeigenmarkt | Zeitungsanzeige aufgeben | Abo-Angebote

In- & Ausland
Frankfurt & Hessen
Marktplatz
Verlagsservice
ANZEIGE
Die FR auch bei
Zurück zur Seite des Spezials



Mario Matthes

Uni Mainz wirft NPD-Funktionär raus

VON MARIO THURNES

Die Mainzer Johannes-Gutenberg-Universität hat den NPD-Funktionär Mario Matthes exmatrikuliert. Das hat die Hochschule schriftlich mitgeteilt. Matthes hatte einen antifaschistischen Studenten auf dem Campus bespuckt und mit Tritten schwer verletzt. Dafür hat ihn das Mainzer Amtsgericht im Dezember zu elf Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Mario Matthes ist als stellvertretender Landesvorsitzender einer der führenden Funktionäre der rechtsextremen NPD in Hessen.

Die Universität wirft Matthes zum Ende des laufenden Semesters raus. Ein halbes Jahr lang darf er sich nicht mehr einschreiben, sagte der Leiter des Exmatrikulationsausschusses, Rolf Höfel. Zwei Jahre wären möglich gewesen. Laut Höfel hätte es aber "erheblich schlimmere Vorfälle" geben können.

Durch sein Verhalten habe Matthes das Ansehen der Universität und den Frieden des Hauses nachhaltig gestört, so der Uni-Präsident Georg Krausch. Aus diesem Anlass hatte sich die Hochschulleitung im August an den Exmatrikulationsausschuss gewandt. In diesem sitzen auch externe Juristen. Nach Urteil des Ausschusses ist die Sanktionierung von Matthes durch den Paragraphen 69 des Hochschulgesetzes gedeckt. Laut Höfel entschied der Ausschuss einstimmig.

Roland Schäfer vom Bündnis "Nazifreie Uni" hätte sich eine längere Sperrung von Matthes gewünscht. "Das Urteil ist nur ein Teilerfolg." Das "Bündnis Mainzer Studierender" hatte die Exmatrikulation von Matthes gefordert. Seit 2006, seit der NPD-Kader in Mainz Geschichte und Philosophie studiert, seien Plakate auf dem Campus aufgetaucht, die den Holocaust leugnen.

Das Wiesbadener Bildungswerk Anna Seghers schätzt Matthes als den führenden NPD-Kader der hessischen Landeshauptstadt ein: "Nachdem er sich in Rheinland-Pfalz nicht durchsetzen konnte, ist er nach Hessen gewechselt, wo er sich mehr Einfluss versprochen hat", sagt Seghers-Mitarbeiter Florian Bak. In Wiesbaden habe Matthes vornehmlich Mitglieder im Wehrdienst-Alter rekrutiert, die er mit Aufmärschen und Störaktionen an sich binde.
Lesen Sie auch



Empfehlen via:    Twitter    Facebook    StudiVZ    MySpace
[ document info ]
Copyright © FR-online.de 2010
Dokument erstellt am 14.01.2009 um 18:36:20 Uhr
Letzte Änderung am 08.04.2009 um 16:54:26 Uhr
Erscheinungsdatum 15.01.2009
FR-online.de interaktiv
Politik in Mainz
Zur FR-Online-Seite: Politik in Mainz

Schuldensumpf und Korruptionsvorwürfe

Pfeil-Symbol Zum FR-Spezial: Politik in Mainz
Streit um die Kohle
Zum FR-Spezial: Kraftwerk

Alles zum Streit um das Kohlekraftwerk auf der Ingelheimer Aue

Pfeil-SymbolZum FR-Spezial: Kraftwerk
Schuften für einen Euro
Zum FR-Spezial: Ein-Euro-Jobber

Der Einsatz von Ein-Euro-Jobbern sorgt für Ärger in Wiesbaden

Pfeil-SymbolZum FR-Spezial: Ein-Euro-Jobber




Copyright © 2010 Frankfurter Rundschau
Startseite | Anzeigenmarkt | Hilfe | Politik | Wirtschaft | Frankfurt | Hessen
Sport | Fotostrecken | Kultur | Medien | Blogs | Auto
Reise | Videos | Spiele | Stellenmarkt | Kfz-Markt | Immobilien
Datenschutzerklärung | Abo-Service | Mediadaten | Kontakt | Impressum | Sitemap
realisiert von evolver media®