Den Schüler und seine Eltern interessiert es nicht, wer seine Lehrer bezahlt. Die sollen guten Unterricht machen. In hellen Räumen, kleinen Klassen, mit aktuellen Büchern und in Schulen, in denen der Gang aufs Klo nicht zum Horrortrip wird. Wo gewünscht, auch bis in den späten Nachmittag hinein, inklusive Musik und Sport.
Der Schülerstreik vom Mittwoch hat noch einmal daran erinnert, dass es in vielen Schulen tatsächlich an vielem fehlt.
Bildung ist (auch) eine Ressourcenfrage, Chancengleichheit ist eng mit den Möglichkeiten individueller Förderung verknüpft, der kostenfreie Zugang zu Kindertagesstätte, Schule und Hochschule fördert die soziale Gerechtigkeit.
Man tut vielen Städten und Kreisen aber unrecht, wenn man ihnen vorwirft, sie interessierten sich nicht für ihre Schulen. Beispiele wie der Hochtaunuskreis oder der Kreis Offenbach belegen, dass die Politiker dort bereit sind, viel Geld in die Hand zu nehmen, um Schulen zu attraktiven Lern- und Lebensorten zu machen.
Die harsche Kritik der Philologen an den Landräten mag sich an manch miserablen Zuständen entzünden - angefügt sei, dass auch das Land längst nicht die Mittel bereitstellt, die für gute Bildung angemessen wären.


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