Wegen einer am heutigen Freitag von 19.30 Uhr an geplanten Veranstaltung, die Antisemitismus und Verschwörungstheorien Vorschub leiste, ist der Vorsitzende des Trägervereins des Club Voltaire, Andreas Waibel, zurückgetreten. Nach seiner Darstellung will die linke Gruppe "Arbeiterfotografie" bei der Veranstaltung auch eine Musikgruppe auftreten lassen, die die Terroranschläge des 11. September 2001 als von Israel und den USA inszeniert ansehe.
Eine kritische Diskussion dieser "kruden Verschwörungsthesen" sei in der Veranstaltung kaum möglich, so Waibel. Mit dieser Kritik habe er sich im fünfköpfigen Vorstand des Club Voltaire aber nicht durchsetzen können. Deshalb sei er zurückgetreten.
Heiner Halberstadt, "Club"-Mitbegründer und im Vorstand, sieht in den Texten der Gruppe keine Anhaltspunkte für Antisemitismus und Verschwörungstheorien: "Das war für mich nicht auffindbar, nicht belegbar". Halberstadt bestätigte, dass es zum ersten Mal in der langen Geschichte des "Club" heute eine Gegen-Demonstration geben solle. (jg)


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