Religionsfreiheit ja, aber... Für viele Hausener ist das "Aber" klar definiert: keine Moschee am Industriehof. Alle Römerfraktionen bekennen sich zwar zum Recht auf freien Religionsausübung, eine klare Position zur Moschee, fällt ihnen teils schwer. So lange sich das Projekt innerhalb des Baurechts bewege, sei die Politik nicht belangt, erklärt SPD-Fraktionsvorsitzender Klaus Oesterling und warnt, Religion mit Baurecht zu vermischen. Dieses solle man nicht verwenden, um andere Debatten auszutragen, sagt auch Grünenchef Olaf Cunitz. Um die Ängste der Bürger abzubauen, will sein CDU-Kollege Markus Frank den Dialog fördern.
Lothar Reininger (Linke) verteidigt die Religionsfreiheit, zu der die Chance gehöre, eine Moschee zu bauen. "Man muss fragen, ob es nicht eher Hass erzeugt, wenn Muslime in unwürdigen Hinterhöfen beten müssen." Die Politik muss "dringend" Regeln aufstellen wie mit dem Islam umzugehen ist, fordert Wolfgang Hübner (BFF). Islamische Predigten sollten deutsch oder zweisprachig sein: "Man muss kontrollieren können, dass sich keine islamistischen Tendenzen oder Judenhetze verbergen." Moscheen dürften auch nicht Stützpunkt für islamische Parallelgesellschaften werden. Das befürchtet er in Hausen und sagt Nein zur Moschee.
(Video-Interviews von der Gründungsveranstaltung einer Bürgerinitiative gegen den geplanten Moschee-Bau in Frankfurt-Hausen)
Anders Volker Stein (FDP): "In einer liberalen Stadt muss jede Glaubensgemeinschaft Raum finden." Seit dem 11.September werde Islam oft mit Terror verbunden. "Muslime stehen deshalb in der Bringschuld, ihren Glauben transparent zu machen, um Ängste abzubauen."
"Wir sind immer transparent vorgegangen." Hazrat-Fatima-Sprecher Ünal Kaymakci ist enttäuscht, dass sich die Initiative gegründet habe, ohne zuvor das Gespräch zu suchen. "Ich dachte, im weltoffenen Frankfurt würde das nicht geschehen." Er bittet um einen "sachlichen Dialog statt Scheindebatten". Anfang September will sich die Gemeinde den Bürgern präsentieren. pram/ana
Moschee-Bau in Frankfurt-Hausen?
Gegen den Bau einer Moschee, den die türkisch-pakistanische Gemeinde Hazrat Fatima am Industriehof im Frankfurter Stadtteil Hausen plant, regt sich Widerstand. Was meinen Sie - sollte das muslimische Gotteshaus gebaut werden?
(Hinweis der FR-Online-Redaktion: Das Ergebnis ist nicht repräsentativ und kam mit "tatkräftiger Unterstützung" von Politicallyincorrect.de zustande. Mehr Infos hier.)
(Hinweis der FR-Online-Redaktion: Das Ergebnis ist nicht repräsentativ und kam mit "tatkräftiger Unterstützung" von Politicallyincorrect.de zustande. Mehr Infos hier.)


Bookmark
Verlinken












