Heute vor 64 Jahren erlebte die jüdische Frankfurterin Anne Frank ihren letzten Geburtstag, es war der 15. Bevor sie 16 Jahre alt werden konnte, ist die in aller Welt bekannte Tagebuchschreiberin im KZ Bergen-Belsen "ganz leise gestorben", wie später eine mit ihr Gefangene berichtete.
An jenem 12. Juni 1944 lebte Anne schon seit einem Jahr und fast elf Monaten mit ihrer aus Deutschland nach Amsterdam geflüchteten Familie versteckt in einem Hinterhaus der Prinsengracht 263. Man erkennt das Haus heutzutage daran, dass immer Besucherschlangen davor warten, um sich drinnen für ein paar Momente in Annes Lage zu versetzen.
Sie selber hatte nicht weniger Lebenshoffnung als andere 15-Jährige, wie man in ihrem in Holländisch verfassten Tagebuch lesen kann. Die erste Schreibmaschinen-Abschrift, ein Typoskript in deutscher Sprache, das Annes Vater Otto Frank nach Kriegsende für die in der Schweiz lebende Großmutter angefertigt hat, ist von heute an im Frankfurter Museum für Kommunikation ausgestellt. Aufgeblättert ist der Tagebuch-Eintrag vom 4. 4.1944: "Nur weiter mit frischem Mut. Es wird glücken, denn schreiben will ich!"
So ist Anne Frank zum Mittelpunkt der Ausstellung "Vom Tagebuch zum Weblog" geworden, die noch bis 14. September läuft. Das Museum ruft Kinder von 11 bis 14 Jahren zu einem Schreibwettbewerb auf. Unter dem Motto "Ein Tag in meinem Leben" können sie bis zum 15. Juli 2008 Texte (zwei Seiten) einschicken und Preise gewinnen. Mehr Informationen unter www.tagwerke.twoday.net

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