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Internet-Betrug

Ermittlungen gegen Proinkasso

Von Alexander Polaschek

Genau 153,47 Euro soll FR-Leser Helmut S. aus Bad Saarow für eine "Verbraucher-Umfragenwerk Dienstleistung" nebst Mahn-und Inkassokosten überweisen. Doch er kennt weder eine Firma dieses Namens noch hat er wissentlich eine derartige Dienstleistung in Anspruch genommen.

In der Zahlungsaufforderung der Hanauer Geldeintreiber-Firma Proinkasso ist von einer "AnmeldeIP", einer Computeradresse im Internet, die Rede. Aber der 82-jährige angebliche Schuldner besitzt weder Computer noch Internetanschluss.

Der Sohn des Brandenburger Rentners, ein Kripobeamter, hat Anzeige wegen Betrugsverdachts gestellt, eine von vielen, die sich seit Monaten bei der Hanauer Staatsanwaltschaft ohne erkennbare Konsequenz stapeln.

Ausgerechnet aus dem öffentlich mitfinanzierten Hanauer Technologie- und Gründerzentrum (TGZ) an der Rodenbacher Chaussee 6 überschwemmen nach wie vor Mahnbriefe zugunsten verschiedener Internet-Abzocker und Abo-Fallensteller das Land.

Während die heimischen Behörden keine Handhabe fanden, geht nunmehr die Staatsanwaltschaft Hannover gegen die Inkassofirma vor, die bereits vor vier Jahren wegen "unseriöser Praktiken" aus dem Bund deutscher Inkassounternehmen flog.

"Gegen die Verantwortlichen von Proinkasso wird wegen des Verdachts der Geldwäsche und des Betrugs ermittelt", sagte Oberstaatsanwalt Manfred Knothe der Frankfurter Rundschau.

Bei einer Hausdurchsuchung in den Räumen der Firma im TGZ seien Unterlagen und Dokumente in elektronischer Form sichergestellt worden. In dem Verfahren geht es um Zahlungen, die Proinkasso für die Internet-Seite "Mega-Downloads.net" eingetrieben haben soll. Dort wurde das Herunterladen kostenloser Software mit einem kostenpflichtigen Abonnement verknüpft, das zu Zahlungsaufforderungen über 170 Euro führte.

Konten sind beschlagnahmt


Die Hannoveraner Betreiber der Seite stehen laut Staatsanwaltschaft unter Betrugsverdacht. Nachdem ihr örtliches Inkassobüro wegen der Beschlagnahme des Bankkontos mit rund einer Million Euro lahmgelegt gewesen sei, habe sich der Geldstrom auf ein Proinkasso-Konto in Frankfurt verlagert. Auch dieses wurde beschlagnahmt und bei einem Stand von 354000 Euro aufgelöst.

Die mehr als 2000 Einzahler, die sich von massiven Pfändungsdrohungen einschüchtern ließen und die mutmaßlich unberechtigte Forderung erfüllten, könnten jedoch vorerst nicht mit einer Rückzahlung rechnen, sagt Knothe: "Sie müssen zunächst einen zivilrechtlichen Titel erwirken."

Der Geschäftsbetrieb bei der Proinkasso, die für Stellungnahmen nicht erreichbar ist, geht indessen weiter. Die "Verbraucher-Umfragen"-Mahnungen aus Hanau sind jüngst massenhaft in Brandenburg aufgetaucht, wie die Verbraucherzentrale warnt. Das TGZ hat Proinkasso bereits im Juli fristlos gekündigt. Laut Stadtrat Ralf-Rainer Piesold (FDP) setzte sich die Firma jedoch zur Wehr. Das Mietverhältnis ende deshalb erst zum Jahreswechsel.
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Dokument erstellt am 16.12.2009 um 17:13:08 Uhr
Letzte Änderung am 17.12.2009 um 14:30:27 Uhr
Erscheinungsdatum 16.12.2009 | Ausgabe: r2no
Kommentare
1. internetabzocke
ich sollte bei win-loads.net einen rechtsgültigen vertrag per internet abgeschlossen haben, den ich sofort per einschreiben und mail mit begründung kündigte. dann erhielt ich eine mahnung der media intense aus baar in der schweiz. da ich alles ignorierte, meldete sich proinkasso, rodenbacher chaussee 6 in hanau. ich sollte dann 96 euro plus mahnkosten also 172,21 euro an die kanzlei k. strassburg überweisen.
so machen die das. eine folie im internet überziehen und wenn man drauf klickt. ist man in der falle.in jedem falle ist es wichtig, unverzüglich durch einschreiben zu kündigen oder überhaupt nicht zu reagieren.kommt allerdings ein schreiben vom gericht, dann widersprechen.tipps bei google unter dem begriff internetabzocke.betrug liegt nur dann vor, wenn bezahlt wurde ohne grund.



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2. Ermittlungen gegen Proinkasso
Ich habe bereits im April 09 das OLG Frankfurt als Zulassungsbehörde
für die Proinkasso GMBH unterrichtet und um Maßnahmen gebeten(Überprüfung
der Zulassung). In diesem Falle ging es um die Zusammenarbeit mit der
Media Intense GmbH. Auch die Staatsanwaltschaft Frankfurt erhielt von mir
Kenntnis und Strafanzeige. Aus Internetforen aber auch durch eigene Recherche
weiß ich, daß weiter abgezockt und kassiert wird.



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3. Endlich einer, der was dagegen tut
Es wurde auch wirklich Zeit diese Bande aus dem Verkehr zu ziehen. Unser Gesetzgeber tut ja nichts dagegen. Ebenso die Staatsanwaltschaft in Hanau.
Trotz tausender Beschwerden bei denen ist bis jetzt nichts passiert.



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4. Internetazbokce - unglaublich dreist!
Wenn man im Internet bisschen surft (z.B. http://de.reclabox.com/beschwerden/Medusa-United-Media), dann findet man Hunderte Menschen, die auf solche Abzockerseiten reingefallen ist. Und es kommen jeden Tag weiter hinzu.

Ich frage mich nur, warum passiert da nichts. Wie so dürfen solche Seiten immer weitermachen? Das verstehe ich einfach nicht. Es ist doch nicht legal, oder?!

Andrea



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5. Internetabzocke
Mir erging es genauso wie Benni. Ich habe bis jetzt nur Post von der Proinkasso GmbH bekommen. Habe nichts unternommen und werde einfach abwarten. Solange es jedoch Leute gibt, die solche Rechnungen und Mahnungen leider zahlen, wird das Spielchen immer weitergehen. Es wird wirklich Zeit, dass solche Betrüger aus dem Verkehr gezogen werden. Ich kann nur jedem raten, auf Post der Proinkasso nicht zu reagieren und hart zu bleiben, auch wenn die Post noch so böse ist. Erst bei gerichtlichen Mahnbescheiden reagieren und widersprechen!



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