Der Offenbacher Verein "Connection", der sich weltweit für den Schutz von Deserteuren und Kriegsdienstverweigerern einsetzt, erhält den mit 5000 Euro dotierten Förderpreis der Martin-Niemöller-Stiftung. Der Verein bekomme den Preis, weil er sich für ein verdrängtes Thema einsetze, sagte der Vorsitzende der Stiftung, Martin Stöhr, am Dienstag in Wiesbaden zur Begründung.
Die Entscheidung eines Deserteurs, nicht an einem Krieg teilzunehmen, sei die konkrete Gewissensentscheidung, nicht zu töten, würdigte Stöhr. "Connection macht die Probleme und die Situation dieser Menschen öffentlich und setzt sich für sie ein."
Für seine Arbeit wurde "Connection" bereits mit dem Aachener Friedenspreis (1996) und dem Friedrich-Siegmund-Schultze Förderpreis (2001) ausgezeichnet.
Mit ihrem Förderpreis ehrt die in Wiesbaden ansässige Martin-Niemöller-Stiftung Personen oder Gruppen, die gewaltfrei, aber engagiert im Geiste Niemöllers für die Rechte anderer und damit für Gerechtigkeit und Frieden eintreten. Der Theologe und Widerstandskämpder im Dritten Reich, Martin Niemöller (1892-1984), war nach dem Krieg auch stellvertretender Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland und erster hessen-nassauischer Kirchenpräsident. (epd )

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