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Steuerfahnder-Affäre

Scharfe Kritik am "System Weimar"

Von Matthias Thieme

Finanzminister Weimar wird im neuen Jahr weiter wegen der Steuerfahnder-Affäre und wegen vermutlich manipulierter Finanzamts-Akten im Fall Wolski in der Kritik stehen: Der Verdacht der Aktenmanipulation bringe "das Fass zum Überlaufen", sagte der Geschäftsführer der hessischen SPD-Fraktion, Günter Rudolph.

Er frage sich, wie lange Roland Koch noch "die Hand über Finanzminister Weimar" halte. Dieser sei mittlerweile "Teil des Problems in der hessischen Steuerverwaltung und nicht Teil der Lösung", so Rudolph. Weimar habe viele Gelegenheiten gehabt, die Ungereimtheiten auszuräumen, doch "er hat sie alle verstreichen lassen, hat vertuscht und vernebelt". Jetzt gehe es nicht mehr um Details. "Es zeigt sich ein ,System Weimar , das der Minister direkt steuert oder ungebremst gewähren lässt". so der SPD-Politiker. Man werde den Minister schriftlich auffordern, bis zum 30. Dezember umfassend zu den neuerlichen Vorwürfen Stellung zu beziehen, sagte Rudolph.

Es müsse geklärt werden, wer im Finanzamt Offenbach Wolskis Steuerumstellung von monatlich auf jährlich vorgenommen habe und warum es darüber keine Aufzeichnungen gebe. Weiter müsse Weimar klären, warum Wolski jahrelang keine Steuern bezahlte, ohne dass es zu einer Reaktion des Finanzamts kam. "Die gute und ordentliche Arbeit vieler unbescholtener Finanzbeamter und Steuerprüfer gerät ins Zwielicht", so Rudolph. "Entweder Weimar lichtet die Nebel, oder er ist aus unserer Sicht als Minister nicht mehr zu halten."

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"Eklatantes Führungsversagen"


Weimar müsse "Ross und Reiter in der Verwaltung ausfindig machen und zur Verantwortung ziehen", fordert die finanzpolitische Sprecherin der Grünen, Sigrid Erfurth. "Es muss jemanden geben, der angeordnet hat, dass Michael Wolski von der Abgabe von monatlichen Umsatzsteuervoranmeldungen befreit ist." Und es müsse jemanden geben, der offenbar dafür gesorgt habe, dass diese Vorgänge aus der Umsatzsteuerakte nicht nachvollziehbar sind. "Hier war aktives und überlegtes Handeln erforderlich", so Erfurth. In diesem Fall liege ein "eklatantes Führungsversagen vor, für das der Finanzminister als oberster Dienstherr die Verantwortung trägt".

Die Oberfinanzdirektion Frankfurt teilte auf Anfrage am Mittwochnachmittag mit, die Steuerakten Wolski seien "nach Abschluss der steuerstrafrechtlichen Ermittlungen von der Steuerfahndung des Finanzamts Offenbach Stadt unmittelbar zur Staatsanwaltschaft bei dem Landgericht Darmstadt verbracht" worden. "Bei der Aktenübersendung war das Steuerfahndungsreferat der OFD nicht involviert." Die Frage, wer die Akten manipuliert haben könnte, ist damit weiter ungeklärt.

Auch im Fall der mit falschen Gutachten geschassten Steuerfahnder gibt es verstärkte Kritik - aus den Reihen der Regierungsparteien. "Ich bin nach wie vor der Meinung, dass es in der Finanzverwaltung Mobbing gab", sagte der FDP-Politiker Roland von Hunnius der FR. "Hier ist der Minister gefordert, eine Geste gegenüber den Betroffenen zu zeigen - das ist das Mindeste."

Der FDP-Landtagspolitiker Leif Blum und der CDU-Politiker Gottfried Milde hatten vor wenigen Tagen noch öffentlich behauptet, Mobbing in der Verwaltung und Kaltstellen von Fahndern habe es nie gegeben. "Das entspricht nicht der Wahrheit", sagt dagegen von Hunnius. Parteifreund Blum solle die Akten lesen. "Es gab Mobbing gegen Steuerfahnder im Finanzamt Frankfurt V", so von Hunnius. "Das weiß jeder, der sich mit den Vorgängen beschäftigt hat."
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Dokument erstellt am 23.12.2009 um 17:23:03 Uhr
Letzte Änderung am 27.12.2009 um 22:05:00 Uhr
Erscheinungsdatum 24.12.2009 | Ausgabe: d
Kommentare
1. Weimar schwillt sein Kamm immer weiter auf
Wenn er nicht in der Lage ist, die kriminellen Vorgänge in seiner Finanzverwaltung zu klären, dann sollte er die Finanzämter Offenbach Stadt und Offenbach Land unter der gemeinsamen Internetadresse "Illegales_aus_Offenbach.de" auftreten lassen. Das es sich dabei um die Finanzämter handelt, weiß dann ohnehin jeder.

Bezüglich der Wolski-Akten wird nicht nur Wolski vom Finanzamt gedeckt, sondern das Finanzamt deckt sich auch selbst. Für Wolski geht es um die Verschleierung von Steuerhinterziehung und für das Finanzamt um Beihilfe zur Steuerhinterziehung + weiterer Straftaten. Dieser Weimar scheint schwer verstrickt, sonst hätte er den oder die Straftäter längst dingfest gemacht. Ein richtiger Finanzminister gibt dem dazu Amtsleiter 2 Stunden oder der Amtsleiter ist Amtsleiter gewesen.



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2. Witwe Margit C. für erbunwürdig erklärt
Da hat sich die Witwentröster-Familie Wolski also an einer Erbunwürdigen vergriffen bzw. diese zu einer Erbunwürdigen gemacht. Die Frage ist nun, was die Wolskis sind. Sie dürften so etwas sein wie "Erbunwürdige Erbunwürdigen-Ausplünderer der steuerhinterzieherischen und charakterlich total verwahrlosten Art" und selbst das ist noch Lob für die Wolskis.

Da gibt es nur Eines und das ist der Fangschuß.



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3. Ach!
So, so .... ts ts ts .... nicht nur der Herr Thieme weiß alles (besser), sondern auch ein Schreiberling namens "bayer"



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4. @schorsch
Sind Sie ein Mobber aus der hessischen Finanzverwaltung oder ein Wolski-Gehilfe. Dann fertige ich Sie hier gerne ab, allerdings müssten Sie sich dazu zuerst einmal präzisieren.

Warum wollen Sie mich unglaubwürdig machen mit dem Scheinargument, ich wüsste Alles besser und bei was genau soll ich falsch liegen und was genau ist Ihre Meinung zur hessischen Finanzverwaltung und den Wolskis?



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5. Das wird noch ein dickes Ende geben ...
@Bayer

Die Bemerkung bzgl. "Fangschuss" ging eindeutig zu weit! Auf dieses Niveau sollte man sich nicht begeben.

Ansonsten ist es erfreulich zu sehen, dass die Justiz offensichtlich doch noch -wenn auch mit reichlich Verzögerung - ihren Pflichten nachkommt.

Wenn die ältere Dame ist erbunwürdig ist, so müßten sie und Wolskis nach meinem Rechtsempfinden für den entstandenen materiellen Schaden aufkommen. D.h. konkret: Rückzahlung aller entnommenen Güter in das ursprüngliche Familienvermögen!

Die Angelegenheit dürfte somit anders enden als von den Beteiligten vermutlich geplant: Frau C. und Wolskis insolvent. Michael und Karin Wolski zudem wegen Steuerhinterziehung im Gefängnis. Entlassung von Karin Wolski aus dem Beamtenverhältnis.



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