Etwa 400 Mitarbeiter der Firma Electronic Data Systems Operations Services (EDS) könnten in Rüsselsheim bald ihren Job verlieren. Das fürchten Arbeitnehmervertreter des IT-Dienstleisters. Die Geschäftsleitung habe den Gesamtbetriebsrat über den geplanten Abbau informiert; danach seien bundesweit 30 Prozent der Belegschaft betroffen.
Aus den vorgelegten Zahlen gehe noch nicht eindeutig hervor, wie groß der Stellenabbau an den einzelnen Standorten sein wird, sagte Betriebsratschef Volker Stichter. Es sei aber sicher, dass alle Standorte erheblich betroffen und zudem vollständige Standortschließungen geplant seien.
Am Firmensitz in Rüsselsheim rechnet der Betriebsrat damit, dass jede vierte Stelle gestrichen wird. "Wir sind entsetzt über diese Größenordnung", sagte Stichter. "Der angestrebte Personalabbau ist geschäftsschädigend und menschenverachtend." Die EDS-Geschäftsführung versprach hingegen, die Umsetzung des Stellenabbaus werde "verantwortungsvoll, respektvoll und mit aller Sorgfalt durchgeführt". Details würden aber nicht kommentiert.
Im August wurde EDS vom kalifornischen Technologiekonzern Hewlett-Packard (HP) übernommen. Keine drei Wochen später wurde aus Silicon Valley drastischer Stellenabbau angekündigt: In den nächsten drei Jahren sollen weltweit rund 24 600 Arbeitsplätze in dem fusionierten Konzern gestrichen werden. Deutscher Hauptsitz des IT-Dienstleisters ist zwar Düsseldorf, Rüsselsheim ist aber der wichtigste Standort: Dort sitzt die Verwaltung, dort steht ein Rechenzentrum, von dort aus sorgen etwa 1600 Beschäftigte dafür, dass die Computer von Industriebetrieben, Finanzdienstleistern und Kommunen laufen. pdi/dpa


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