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Unfall bei Testfahrt

Tod im Porsche-Erlkönig

Weiterstadt. Es sollte eine von vielen Testfahrten werden. Wie es sie täglich in ganz Deutschland gibt. Erlkönige werden die mit Folie abgeklebten und getarnten Vorserienmodelle genannt. Zwei Fahrer prüfen sie und sollen so herausfinden, wie die Wagen reagieren, bevor sie in den Verkauf gehen.

Die beiden Männer sind seit 22 Uhr unterwegs und haben die Rheintal-Autobahn gerade wegen der vergleichsweise günstigen Witterungsverhältnisse ausgesucht. Vorneweg fährt der 51-Jährige im getarnten Porsche 911 Cabriolet - in einem Panamera folgt der Kollege.

Um sechs Uhr soll die Schicht vorüber sein - doch schon um 2.45 endet die Fahrt auf der A5 bei Weiterstadt. Tödlich.

Stichwort: Testfahrer

Testfahrer erproben in der Autoindustrie die Dauerhaltbarkeit von Fahrzeugen, von einzelnen Bauteilen oder die gewünschten Fahreigenschaften. Die Testfahrer sind in der Regel Kraftfahrzeugmechaniker mit Fortbildung oder Ingenieure.

Die weitaus meisten Testfahrten finden bei großen Herstellern in werkseigenen Testzentren statt - bei Opel beispielsweise im südhessischen Dudenhofen, bei VW in Ehra-Lessien und bei Porsche in Weissach. Dort gibt es Rundkurse für Hochgeschwindigkeitsfahrten, Rüttelstrecken oder extreme Steigungen.

Bei ihren Fahrten auf öffentlichen Straßen erfüllen die Testfahrer normalerweise ganz spezielle Aufgaben. Sie untersuchen die Fahrcharakteristik oder das Verhalten einzelner Bauteile im normalen Straßenverkehr. Auf öffentlichen Straßen müssen sich die Testfahrer an alle allgemeinen Verkehrsvorschriften und auch die Geschwindigkeitsbeschränkungen halten.

Die großen Autofirmen beschäftigen in der Regel viele Dutzend Testfahrer - die Zahl ist abhängig von der Zahl der entwickelten Baureihen. Opel hat beispielsweise allein für die Erprobung der Dauerhaltbarkeit ständig zwischen 80 und 120 Fahrer im Einsatz.
Der 51-Jährige verliert aus noch unbekannter Ursache die Kontrolle über das Cabrio und das Auto donnert unter die Leitplanke - der Fahrer ist nicht mehr zu retten. Sein nachfolgender Kollege im Panamera kann gerade noch ausweichen.

Der verunglückte Testfahrer gehöre zu den "erfahrensten und routiniertesten" Fahrern, er sei seit 25 Jahren dabei, erklärt ein Pressesprecher von Porsche.

Obwohl der Wagen etwa gegen Überschlag gesichert sei, biete er nicht die gleiche Steifigkeit wie ein Coupé, versucht der Sprecher eine Erklärung. Er bestätigt Augenzeugenberichte, nach denen das Auto, wie bei solchen Testfahrten üblich, mit schwarzer Folie abgeklebt war.

Wie schnell der Wagen unterwegs war, ist derzeit noch unklar. Unter Hochgeschwindigkeit würden die Prototypen allerdings nur auf abgesperrten Teststrecken gefahren. Bei dieser Testfahrt seien normale Fahrbedingungen untersucht worden. Auf dem Teilstück zwischen Frankfurt und Darmstadt gibt es keine Geschwindigkeitsbegrenzung.

Nach dem Unfall sperrt die Polizei für die Bergungsarbeiten die Autobahn von Frankfurt in Richtung Heidelberg bis etwa sieben Uhr. Davon betroffen ist auch der Gegenverkehr in Richtung Frankfurt.

Die Staatsanwaltschaft Darmstadt beauftragt einen Gutachter zur Klärung der Unfallursache. Der Schaden wird auf mehrere zehntausend Euro geschätzt. (kho)
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Dokument erstellt am 13.02.2009 um 08:21:04 Uhr
Letzte Änderung am 13.02.2009 um 14:29:42 Uhr
Erscheinungsdatum 13.02.2009
Kommentare
1. Sehr traurig / very sad
Porsche fans in den USA sind sehr traurig ueber diese Nachrichten.

Wie wuenschen ihn und seine Familie unsere Beten und Gedanken.



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2. Pech eines Rasers!
Tja Pech gehabt, Alter!
Wer öffentliche Autobahnen als Teststrecken
nutzt ist selber schuld!
Sowas gehört verboten. Zum Glück hat sich dieser
"routinierte" Testfahrer nur selber weggebeamt und keine
Unschuldigen Fahrer mit gerissen!!



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3. vorurteile
Wieso sollen die Testfahrer denn alle unverantwortliche Raser sein? Hier sind grundsätzlich doch weitaus besonnerere u.routiniertere Fahrer am Steuer als die meisten Autobahnbenutzer. Man weiß doch gar nicht, was passiert ist u.nd fängt gleich an, ihn zu verurteilen. Auch der damals ja fast schon gelynchte Mercedestestfahrer hatte doch gegen die Vorurteile kaum eine Chance, dabei gehört eine unsichere und labile Fahrerin nicht auf die linke Seite der Autobahn u.schon mal gar nicht in geringer Geschwindigkeit. Den Unfall hat sie allein zu verantworten, weil sie nicht fähig war, richtig zu reagieren, schlimm nur, daß das Kind auch sterben mußte. Für den Testfahrer war sein Leben doch genauso zerstört. Tut mir sehr leid für die Familie des Porsche-Testfahrers,er hat nur seinen Job gemacht.



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4. Richtgeschwindigkeit
Die Richtgeschwindigkeit beträgt 130 km/h auf Autobahnen, die keine weitere GEschwindigkeitsbeschränkung haben.
Die linke Spur ist für alle Autofahrer da, auch für jene, die nicht schneller als 130 km/h fahren, wenn sie z.B. ein langsames Fahrzeug überholen oder es die Verkehrsdichte erfordert.
Das dichte und sehr schnelle Heranfahren ist dagegen die Ursache für den Unfall gewesen. Nicht das schreckhafte Ausweichen.
Über Tote redet man nicht schlecht und es sollte uns um jeden toten Menschen leid tun. Es sind ja nicht "nur" Frau und Kind tot. Da gibt es noch weitere Angehörige, die einen VErlust zu beklagen haben. All jenen gilt unser MItleid, Gaby!



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5. Doch mit Tempolimt
Sie schreiben in dem Artikel: "Auf dem Teilstück zwischen Frankfurt und Darmstadt gibt es keine Geschwindigkeitsbegrenzung." - Das ist falsch.
Das scheinen viele Journalisten ungeprüft irgendwo abgeschrieben zu haben.
Kurz hinter der Raststätte Gräfenhausen gilt bis kurz vor Weiterstadt Tempo 100. Ich hoffe mal, dass der Testfahrer sich daran gehalten hat und die Autobahn nicht mit dem Hockenheimring verwechselt hat.



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