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Ein-Euro-Jobs in Wiesbaden

"500 Arbeitsplätze vernichtet"

Wiesbadener Gewerkschafter üben heftige Kritik am Einsatz von Ein-Euro-Jobbern in der Landeshauptstadt. Allein die Stadt mache dabei ein Geschäft.
VON MARIO THURNES

Seit Wiesbaden eine so genannte Optionskommune ist, hat die Stadt 500 reguläre Arbeitsplätze vernichtet - 300 davon in der Domäne Mechtildshausen. Diesen Vorwurf erheben die Gewerkschafter Horst Schmitthenner und Veit Wilhelmy. Ersetzt hätte die Stadt die Stellen durch Ein-Euro-Jobber. Bei deren Einsatz gehe es der Stadt, so der Vorwurf der Gewerkschafter, nur darum, die eigenen Bilanzen zu schönen - nicht darum, die Betroffenen wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

Das Modell der Optionskommune sei ein "Riesengeschäft" für die Stadt und ihre Tochtergesellschaften, meint Wilhelmy. Zum einen kassierten sie vom Bund Zuschüsse von 500 Euro im Monat für jeden Langzeitarbeitslosen. Zum anderen sparten sie Personalkosten, wenn sie reguläre Stellen abbauen und durch Ein-Euro-Jobber ersetzen. Außerdem schöne die Stadt ihre Bilanz, indem sie die Ein-Euro-Jobber aus der Statistik der Arbeitslosen herausrechne.

"Stadt kontrolliert sich selbst"


Alles zum Ärger über den Einsatz von Ein-Euro-Jobbern in Wiesbaden in einem
FR-Spezial
In einer Optionskommune ist nicht mehr die Agentur für Arbeit sondern die Stadt für die Langzeitarbeitslosen zuständig. Während die Agentur von den Gewerkschaften geprüft werde, so Schmitthenner, kontrolliere sich die Stadt als Optionskommune selber. Dafür hat sie einen Beirat eingeführt. "Dort sitzen aber nur Leute, die selbst Ein-Euro-Jobs einrichten."

1200 Ein-Euro-Jobs bieten die Stadt und ihre Gesellschaften an. Die Gewerkschafter fordern, die Zahl sofort zu halbieren und langfristig die Jobs in reguläre Arbeitsverhältnisse zu wandeln.

Der Leiter des Sozialamtes, Franz Betz, erwidert: "Die Vorwürfe kennen wir. Ich verstehe nicht, wieso sie jetzt wieder als Behauptungen in die Welt gesetzt werden." Die Thesen von Wilhelmy und Schmitthenner seien zudem Einzelmeinungen: "Mit gewerkschaftlichen Positionen hat dies überhaupt nichts zu tun."

Betz: Vorgaben des Gesetzgebers umgesetzt


Die 300 verlorenen Stellen in der Domäne hätten auf dem Bundes-Sozialhilfe-Gesetz beruht. Mit der Einführung des Sozialgesetzbuches Zwei sei diesen die Grundlage entzogen worden: "Es ist abartig der Stadtverwaltung vorzuwerfen, dass sie die Vorgaben des Gesetzgebers umsetzt."

Der Vorwurf, die Stadt betreibe mit den Ein-Euro-Jobbern ein Geschäft, weist Betz zurück: "Mit dem Zuschuss vom Bund werden die Kosten für Personal bezahlt, das sonst der Bund selber einstellen müsste." Für Wiesbaden springe dabei kein Gewinn raus.

Auch die Aussage, die Stadt drücke mit Ein-Euro-Jobbern die eigenen Lohnkosten "bleibt eine unbewiesene Behauptung". Der Beirat sei durchaus ein unabhängiges Gremium, in dem mit Deutschem Gewerkschaftsbund, Kreishandwerkerschaft oder Handwerkskammer Institutionen sitzen, die keine Ein-Euro-Jobs anböten. Seit Sozialdezernent Arno Goßmann (SPD) die Leitung des Beirats übernommen hat, tage dieser alle zwei bis drei Monate.

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Dokument erstellt am 22.04.2009 um 16:40:02 Uhr
Letzte Änderung am 05.05.2009 um 15:15:39 Uhr
Erscheinungsdatum 22.04.2009
Kommentare
1. Alternativen
Die Herren Wilhelmy und Schmidthenner unterlassen es, Vorschläge zu machen, wie die Arbeitslosen wieder ins Berufsleben integriert werden können. Einfach zu sagen, dass der Staat alle einstellen soll kanns ja wohl nicht sein. Bei den Eineurojobs geht es darum den Menschen wieder das Rüstzeug zu geben, damit sie diesen Weg schaffen. Wobei der Begriff Eineurojob in die Irre führt. Schließlich erhalten die Arbeitslosen insgesamt Transfers, die über manchem Einkommen liegen.



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2. SONDERTRANSFERS !?! HAHA
@ Boris: Tranfers !!! , haha.
Ist damit der Zuschuss auf das Rhein Main -Ticket gemeint ?
Noch nicht mal abgelaufenes Brot und Backwaren, die bis vor einiger Zeit i. d. Domäne den Schweinen gegeben wurden, werden Ein-Euro Jobber gewährt.
Wenn Du Sie zwei Euro Jobber oder 1, 50 Euro Jobber nennen möchtest , musst Du nach FFM oder Rüsselsheim gehen ! In Wi gibt es nicht mehr wie 1€.
Zeig mir doch mal einen festangestellten oder sonstwie eingegliederten 1€ Jobber !
Nenn mir Namen, Boris, weil ich glaube, Du hast Dich hier im Thema geirrt:
Transfers und dergleichen sind im Wertpapiergeschäft üblich, also im Bankenbereich !
Vielleicht hast du Dich auch im Medium geirrt: Das ist nicht Blöd! Zeitung !



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3. Ausbeutung im modernen Sinne
Was einmal vernünftig sein mochte, haben die Verantwortlichen in der Umsetzung ins krasse Gegenteil verkehrt. Ein-Euro-Jobber tauchen in Bereichen auf, in denen sie nach den Bestimmungen des SGB II gar nicht eingesetzt werden dürften. Interessiert dies irgend jemand - NEIN ! Wo kein Kläger, da kein Richter. Die Erwiderungen seitens der Stadt Wiesbaden erscheinen eingeübt und verwundern inhaltllich auch nicht. Selbst in Blumenhandlungen tauchen mittlerweile Ein-Euro-Jobber auf. In Kindergärten, Grün-Kolonnen usw. . Wo hat dies zu einem Dauerarbeitsverhältnis bei den Betroffenen geführt. Auch mir ist keine Person bekannt. Dies ist die Realität und die Betroffenen können sich nicht wehren. Mit Sozialstaat hat das nichts mehr zu tun, sondern mit Ausbeutung und Ausnutzung von Regelungslücken.



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4. @ Henry
Ein-Euro-Jobber kriegen keine Transfers? Keine 450 Euro im Monat, kein Mietgeld, kein Heizgeld, kein Strom? Natürlich zahle ich das als Steuerzahler mit. Aus sozialem Gewissen und auch aus christlichen Motiven. Aber es gibt kein Recht auf meine Steuern.

Jeder muss seinen Anteil erwirtschaften. Keiner darf einfach zuhause bleiben. Und wenn dann mit den Eineurojobs noch sinnvolles getan werden kann, finde ich das genau richtig.



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5. Ein € jops
erstens sind es nicht 450 sonndern ca350€ Heitzkosten bekommt mann das ist kein ding aber nur zur info Strom, Kleidung, u.s.w muss man von 350 € bezahlen. Mann ich habe selber ein euro jops gemacht und ich war bestimmt nicht schlescht da ich es geschaft hatte stadt 3 mon.was die regel ist auf 6 mon zu verlängern. Das geht aber nur wenn der auftrag geber mit die zu friden ist und mir wurde gesagt das ich danach übernommen werde HAHA.. .


Was zum aufregen ist , ist
450Mitte +350 Geld Lebens Geld +120Eineurojop= 920€
ich habe nun 1000€ aber dafür muste ich 180 std arbeiten und nicht nur 120std



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