Das ist das Schöne an dieser Buchmessen-Woche: dass man gar nicht weiß, welches der vielfältigen Angebote, welche der Veranstaltungen in Frankfurt (und Region!) man besuchen soll. Und deshalb sei an dieser Stelle ein literarischer Ort empfohlen, der so selbstverständlich nicht ist: der Frankfurter Hauptbahnhof.
Ganz genau. Lothar Ruske, ein Veranstalter, dem die Literaturstadt Frankfurt nicht wenig zu verdanken hat, bringt seit elf Jahren den Hauptbahnhof ins Spiel. Damals gründete er die „Literatur-Lounge“ mit Lesungen an jedem ersten Sonntag im Monat im Bahnhofs-Restaurant. Und zum fünften Mal, Ruske ist ganz stolz, organisiert er jetzt zur Frankfurter Buchmesse wieder den „Literatur-Bahnhof“: Lesungen von Mittwoch, 12. Oktober, bis Sonntag, 16. Oktober, in der „Connection Bar“ des Markts im Bahnhof, kurz MIB genannt.
Ein Höhepunkt verspricht die „open end Kriminacht“ zu werden, die am Freitag, 14. Oktober, um 19 Uhr beginnt. Es ist die einzige Veranstaltung des „Literatur-Bahnhofs“ im Restaurant „Cosmopolitan“ gegenüber Gleis 3 und 4. Hier lesen unter anderen Jeanette Erazo Heufelder, Claudia Puhlfürst, Franz Xaver Roth, Jenk Saborowski und Simon Urban.
Zu den „Isländischen Stunden“ kommt am Mittwoch, 12. Oktober, um 17.15 Uhr der Sagaspezialist Arthur Björgvin Bollason. Er liest aus Tilman Spreckelsens neuem Buch „Der Mordbrand von Örnulfsdalur und andere Isländer-Sagas“. Am Donnerstag, 13. Oktober, um 16 Uhr folgt Kristín Marja Baldursdottír mit „Sterneneis“. Und am Freitag, 14. Oktober, um 16 Uhr gehört die Stunde Alva Gehrmann mit ihrem Buch „Alles ganz Isi“.
Eine echte Alternative also für Literaturfreunde zum Trubel in der Stadt und auf dem Messegelände. Jeden Tag, mit Ausnahme des Sonntags, gibt es im Programm eine „Isländische Stunde“, schließlich ist Island ja der diesjährige Ehrengast der Frankfurter Buchmesse. Die Liste der Autorinnen und Autoren insgesamt reicht von Margit Schreiner über Peter Henning und Karl-Heinz Ott bis hin zu Andrej Kurkow, Sabine Gruber und Reinhold Neven Du Mont.
Der Literatur-Bahnhof wird nicht etwa, wie zu vermuten wäre, von der Deutschen Bahn finanziert. Nein, er ist privaten Sponsoren zu verdanken, von denen der größte die Sparda-Bank Hessen ist. Und so wird denn auch der tägliche Autorenstammtisch (mit Ausnahme des Sonntags), der den Tag jeweils um 17.30 Uhr oder 18.30 Uhr beschließt, nach dem Kreditinstitut benannt.
Die Lesungen moderieren verdiente Literatur-Afficionados von Heiner Boehncke, dem Vater des Rheingau-Literaturfestivals, bis hin zu Ruth Fühner und Christoph Schröder.
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Messetage: Die Frankfurter Buchmesse ist von Mittwoch, 12., bis Freitag, 14. Oktober für das Fachpublikum geöffnet. Am Wochenende sind auch Privatbesucher willkommen.
Öffnungszeiten: 9 bis 18.30 Uhr (Sonntag nur bis 17.30 Uhr).
Preise: zwischen zehn Euro für eine Tageskarte (Privatbesucher, ermäßigt mit RMV-Ticket) bis zu 40 Euro für Fachbesucher am Kassenverkauf. Für eine nichtermäßigte Tageskarte für Privatbesucher sind 15 Euro fällig.
Die Frankfurter Rundschau finden Sie auf der Buchmesse in Halle 3.0, Stand E170. Wir bieten tägliche Autorengespräche - und sind immer um 13 Uhr zu Gast im Lesezelt. Rufen Sie hier unser komplettes Programm im PDF-Format ab.