Das frühe Kino, für viele Filmhistoriker der Vergangenheit erschöpfte es sich mit der Aufregung bei den ersten Filmvorführungen: Mit dem Schreck des Publikums über die naturalistische Einfahrt eines Zuges und dem Staunen über „Die Reise zum Mond“ des Kinomagiers Méliès schien die Bandbreite der Frühzeit des Films abgesteckt. Heute weiß man es besser.
Schon das Jahrmarktskino der Jahrhundertwende war eine eigenständige Kunstform, die lange bevor es den abendfüllenden Erzählfilm gab, eine unerschöpfliche Formenvielfalt produzierte. Ganz neu ist die Erkenntnis nicht: Seit zweieinhalb Jahrzehnten streifen Filmforscher über diesen phantastischen Planeten. Klaus Kreimeiers Band „Traum und Exzess“ schafft nicht nur den Überblick über all diese Entdeckungsreisen. Der Medienwissenschaftler erweist sich dabei auch als grandioser Erzähler mit Weitsicht: Denn nicht nur die Bilder gerieten in der Gründerzeit des Films vor dem Ersten Weltkriegs in Bewegung. Die ganze Welt drehte sich plötzlich anders. Kreimeier schrieb nicht nur eine neue Filmgeschichte im Kontext globaler kultureller Umwälzungen. Er erklärt auch die Revolutionen der Moderne aus denen des Kinos.
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Messetage: Die Frankfurter Buchmesse ist von Mittwoch, 12., bis Freitag, 14. Oktober für das Fachpublikum geöffnet. Am Wochenende sind auch Privatbesucher willkommen.
Öffnungszeiten: 9 bis 18.30 Uhr (Sonntag nur bis 17.30 Uhr).
Preise: zwischen zehn Euro für eine Tageskarte (Privatbesucher, ermäßigt mit RMV-Ticket) bis zu 40 Euro für Fachbesucher am Kassenverkauf. Für eine nichtermäßigte Tageskarte für Privatbesucher sind 15 Euro fällig.
Die Frankfurter Rundschau finden Sie auf der Buchmesse in Halle 3.0, Stand E170. Wir bieten tägliche Autorengespräche - und sind immer um 13 Uhr zu Gast im Lesezelt. Rufen Sie hier unser komplettes Programm im PDF-Format ab.