Liebe Leser der FR, es ist ganz einfach: Wollen wir eine Meinungsvielfalt, weil sie zur Demokratie gehört – oder nicht? Ist uns guter Journalismus etwas wert – oder nicht?
Katzenfutter und Süßigkeitenvielfalt sind am Markt natürlich besser durchzusetzen als Meinungsjournalismus. Bürger, wascht euch die Haare mit der hundertundeinten Shampoo-Sorte, aber was unter der Schädeldecke passiert, verdankt ihr in einer Demokratie dem Journalismus.
Banken, die im Markt auf die Fresse fallen, landen unterm Schirm, Journalisten aber auf der Straße.
Die Meinung der anderen erst mal auszuhalten ist heute eine Überforderung für die meisten. Freiheit kostet! Also zahlen, es tut später weniger weh, siehe USA.
Hans-Jörg Frey, Hamburg
Die Frankfurter Rundschau stellt einen Insolvenz-Antrag - die Zeitung erscheint weiter. Das Spezial.

Die Zukunft der Frankfurter Rundschau ist gesichert. Die Eigentümer betonen, es gibt keinen Einfluss auf das gewachsene politische Profil. Chefredakteur Festerling blickt nach vorne: "Wir haben einiges vor."
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