„Die Frankfurter Rundschau gehört zur Kultur der Rhein-Main-Region und weit darüber hinaus. Wir leben in einer Zeit der Umbrüche – nicht nur in der Medienlandschaft. Die arabischen Revolutionen, der Konflikt im Nahen Osten, die Verfolgung und Unterdrückung von Roma in vielen Staaten Mittel- und Osteuropas, die Banken- und Eurokrise, die zunehmende Kluft zwischen Armen und Reichen in Deutschland, rassistische Einstellungen in den Institutionen und in der Mitte der Gesellschaft und die zunehmende Gewaltbereitschaft von Rechtsextremisten stellen uns vor neue große Herausforderungen. Ob und wie wir diese Herausforderungen meistern entscheidet darüber, wie wir zukünftig zusammenleben werden.
In dieser Zeit der Umbrüche darf der kritische Geist der Frankfurter Rundschau nicht verloren gehen. Sie nimmt sich wie kaum eine zweite Tageszeitung in Deutschland dieser Zukunftsfragen an und steht dabei zuverlässig und aus gutem Grund an der Seite der Schwachen und Bedrängten.
Wir brauchen die unabhängige, solidarische Stimme der Frankfurter Rundschau deshalb heute mehr denn je. Es sollte alles dafür getan werden, dass die Frankfurter Rundschau weiter fortbestehen kann.“
Dr. Jürgen Micksch ist Vorsitzender des Interkulturellen Rates in Deutschland
Foto: Chris HartungDie Frankfurter Rundschau stellt einen Insolvenz-Antrag - die Zeitung erscheint weiter. Das Spezial.

Die Zukunft der Frankfurter Rundschau ist gesichert. Die Eigentümer betonen, es gibt keinen Einfluss auf das gewachsene politische Profil. Chefredakteur Festerling blickt nach vorne: "Wir haben einiges vor."
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