"Die Präsidenten der Hochschulen in Frankfurt/Rhein-Main drücken ihre tiefe Sorge aus über die am Dienstag bekanntgegebene Insolvenz der Frankfurter Rundschau (FR). Die FR gehört zu den meinungsbildenden Medien in Deutschland. Wir appellieren an die Verantwortlichen auf Verlags- und Geldgeberseite, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um ein Überleben des traditionsreichen Blattes als überregionale Qualitätszeitung zu gewährleisten.
Der Ruf Frankfurts und des Rhein-Main-Gebiets als herausragender Medienstandort hat in den vergangenen Jahren bereits durch die Abwanderung wichtiger Verlage mit nationaler und internationaler Strahlkraft gelitten. Frankfurt ist die einzige deutsche Stadt, in der zwei überregionale Qualitätszeitungen erscheinen. Diese Meinungsvielfalt ist Ausdruck ihrer besonderen liberalen Tradition. Frankfurt/Rhein-Main braucht daher die Frankfurter Rundschau.
Für die Hochschulen und Universitäten der Region ist das Angebot der Frankfurter Rundschau von großer Bedeutung. Die FR hat sich in besonderem Maße um die regionale und überregionale Hochschulberichterstattung verdient gemacht. Dies ist in einer Zeit, in der hochschul- und wissenschaftspolitische Themen auch in überregionalen Leitmedien eher auf dem Rückzug sind, ein nicht hoch genug zu wertender Beitrag zur Meinungs- und Willensbildung.
Wir hoffen daher, dass Belegschaft und Eigentümer einen Weg finden, um das weitere Erscheinen der Frankfurter Rundschau auch über den 31. Januar 2013 hinaus zu ermöglichen!“
Dr. Detlev Buchholz (Präsident, Fachhochschule Frankfurt)
Prof. Bernd Kracke (Präsident der Hochschule für Gestaltung – HfG – in Offenbach)
Prof. Dr. Georg Krausch (Präsident, Johannes Gutenberg-Universität Mainz)
Prof. Dr. Werner Müller-Esterl (Präsident der Goethe-Universität Frankfurt)
Prof. Dr. Hans Jürgen Prömel (Präsident der Technischen Universität Darmstadt)
Prof. Dr. Detlev Reymann (Präsident der Hochschule RheinMain Wiesbaden)
Prof. Thomas Rietschel (Präsident der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst)
Prof. Dr. Udo Steffens (Präsident der Frankfurt School of Finance and Management)
Der Insolvenzgrund ist die Zahlungsunfähigkeit oder die drohende Zahlungsunfähigkeit. Konkret bedeutet das, dass ein Unternehmen dauerhaft seine Schulden oder Rechnungen nicht mehr bezahlen kann. Bei einem regulären Verfahren bestellt das Gericht meist einen vorläufigen Insolvenzverwalter.
Die Frankfurter Rundschau stellt einen Insolvenz-Antrag - die Zeitung erscheint weiter. Das Spezial.

Die Zukunft der Frankfurter Rundschau ist gesichert. Die Eigentümer betonen, es gibt keinen Einfluss auf das gewachsene politische Profil. Chefredakteur Festerling blickt nach vorne: "Wir haben einiges vor."
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