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Frankfurter Rundschau
Die Frankfurter Rundschau stellt den Insolvenz-Antrag - die Zeitung erscheint weiter

14. November 2012

FR-Insolvenz-Antrag: Hochschulpräsidenten appellieren an FR-Gesellschafter

Die Goethe-Uni, größte Hochschule des Rhein-Main-Gebietes. Foto: Monika Müller

Die Präsidenten von acht Hochschulen aus dem Rhein-Main-Gebiet appellieren "an die Verantwortlichen auf Verlags- und Geldgeberseite, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um ein Überleben des traditionsreichen Blattes als überregionale Qualitätszeitung zu gewährleisten." Die FR veröffentlicht den Text im Wortlaut.

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"Die Präsidenten der Hochschulen in Frankfurt/Rhein-Main drücken ihre tiefe Sorge aus über die am Dienstag bekanntgegebene Insolvenz der Frankfurter Rundschau (FR). Die FR gehört zu den meinungsbildenden Medien in Deutschland. Wir appellieren an die Verantwortlichen auf Verlags- und Geldgeberseite, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um ein Überleben des traditionsreichen Blattes als überregionale Qualitätszeitung zu gewährleisten.

Der Ruf Frankfurts und des Rhein-Main-Gebiets als herausragender Medienstandort hat in den vergangenen Jahren bereits durch die Abwanderung wichtiger Verlage mit nationaler und internationaler Strahlkraft gelitten. Frankfurt ist die einzige deutsche Stadt, in der zwei überregionale Qualitätszeitungen erscheinen. Diese Meinungsvielfalt ist Ausdruck ihrer besonderen liberalen Tradition. Frankfurt/Rhein-Main braucht daher die Frankfurter Rundschau.

Reaktionen

Über Facebook erreichen uns zahlreiche Kommentare zum Insolvenzantrag der FR. Eine Soli-Aktion wurde hier initiiert.

Für die Hochschulen und Universitäten der Region ist das Angebot der Frankfurter Rundschau von großer Bedeutung. Die FR hat sich in besonderem Maße um die regionale und überregionale Hochschulberichterstattung verdient gemacht. Dies ist in einer Zeit, in der hochschul- und wissenschaftspolitische Themen auch in überregionalen Leitmedien eher auf dem Rückzug sind, ein nicht hoch genug zu wertender Beitrag zur Meinungs- und Willensbildung.

Wir hoffen daher, dass Belegschaft und Eigentümer einen Weg finden, um das weitere Erscheinen der Frankfurter Rundschau auch über den 31. Januar 2013 hinaus zu ermöglichen!“

Dr. Detlev Buchholz (Präsident, Fachhochschule Frankfurt)

Prof. Bernd Kracke (Präsident der Hochschule für Gestaltung – HfG – in Offenbach)

Prof. Dr. Georg Krausch (Präsident, Johannes Gutenberg-Universität Mainz)

Prof. Dr. Werner Müller-Esterl (Präsident der Goethe-Universität Frankfurt)

Prof. Dr. Hans Jürgen Prömel (Präsident der Technischen Universität Darmstadt)

Prof. Dr. Detlev Reymann (Präsident der Hochschule RheinMain Wiesbaden)

Prof. Thomas Rietschel (Präsident der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst)

Prof. Dr. Udo Steffens (Präsident der Frankfurt School of Finance and Management)

In eigener Sache

Die Frankfurter Rundschau stellt einen Insolvenz-Antrag - die Zeitung erscheint weiter. Das Spezial.


In eigener Sache

Die Zukunft der Frankfurter Rundschau ist gesichert. Die Eigentümer betonen, es gibt keinen Einfluss auf das gewachsene politische Profil. Chefredakteur Festerling blickt nach vorne: "Wir haben einiges vor."

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