Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) hat „mit großer Bestürzung“ auf die Nachricht über die Insolvenz der FR reagiert. „Die FR hat mich mein ganzes Leben begleitet und ist wichtig für unsere Stadt“, so der OB.
Er wies auf die große publizistische Tradition der Frankfurter Rundschau hin, die nicht nur Frankfurt, sondern die ganze Republik mitgeprägt habe. „Die FR war immer ein Garant der Meinungsvielfalt“, sagte der Politiker. Sie habe über Jahrzehnte zu „den bundesweit meinungsbildenden Organen“ gezählt.
Der am Dienstagmorgen gestellte Insolvenzantrag dürfe nun nicht das Ende für die Frankfurter Rundschau bedeuten. „Es sind jetzt drei Monate Zeit, in der alles unternommen werden muss, um einem neuen Investor den Einstieg zu ermöglichen.“ Oberbürgermeister Feldmann verwies auf die große Verantwortung für die Mitarbeiter des Druck- und Verlagshauses.
„Das sind menschliche Schicksale, die wir ernst nehmen müssen.“ Dabei stünden auch die „bisherigen Besitzer“ der Frankfurter Rundschau – also der Kölner Konzern Neven Dumont und die Medienholding der SPD – mit in der Verantwortung, nach Lösungen zu suchen.
Der Oberbürgermeister hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass es für die FR eine Zukunft gibt. „Eine solche wichtige publizistische Stimme muss es in unser aller Interesse weiter geben, sonst bedeutet es einen massiven Einschnitt in die Frankfurter und bundesrepublikanische Medienlandschaft.“
Der Insolvenzgrund ist die Zahlungsunfähigkeit oder die drohende Zahlungsunfähigkeit. Konkret bedeutet das, dass ein Unternehmen dauerhaft seine Schulden oder Rechnungen nicht mehr bezahlen kann. Bei einem regulären Verfahren bestellt das Gericht meist einen vorläufigen Insolvenzverwalter.
Die Frankfurter Rundschau stellt einen Insolvenz-Antrag - die Zeitung erscheint weiter. Das Spezial.

Die Zukunft der Frankfurter Rundschau ist gesichert. Die Eigentümer betonen, es gibt keinen Einfluss auf das gewachsene politische Profil. Chefredakteur Festerling blickt nach vorne: "Wir haben einiges vor."
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