Um soziale Verantwortung von ihrem Verleger einzufordern, sind am Montag Beschäftigte der Frankfurter Rundschau nach Köln gefahren. Vor dem Verlagsgebäude von M. DuMont Schauberg an der Amsterdamer Straße hielten am Mittag zwei Busse. Mit Unterstützung von Verdi forderten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom Mehrheitseigner, dass Abfindungen, die vor dem Insolvenzantrag für die FR vereinbart wurden, ausgezahlt werden.
Zugleich setzten sie sich für einen Sozialplan ein, sollten Beschäftigte des Druck- und Verlagshauses ihre Arbeitsplätze verlieren. „Diese Belegschaft hat schon immer gekämpft und wird immer kämpfen“, sagte Betriebsratsvorsitzender Marcel Bathis.
Unterdessen hält die Unterstützung für die FR unvermindert an. Bis Montagnachmittag waren schon rund 2400 Soli-Abonnements gezeichnet. (FR)
Die Frankfurter Rundschau stellt einen Insolvenz-Antrag - die Zeitung erscheint weiter. Das Spezial.

Die Zukunft der Frankfurter Rundschau ist gesichert. Die Eigentümer betonen, es gibt keinen Einfluss auf das gewachsene politische Profil. Chefredakteur Festerling blickt nach vorne: "Wir haben einiges vor."
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