Einige waren wiedergekommen, andere hatten zum ersten Mal den Weg in die Hanauer Redaktion der Frankfurter Rundschau in der Hirschstraße gefunden: Am Montagabend traf sich der Unterstützerkreis für die FR, der sich im Dezember gegründet hatte, zum dritten Mal.
Etwa 20 Frauen und Männer drängten sich in den Redaktionsräumen, alle mit einem Ziel: Sie wollen ihre Zeitung, die Frankfurter Rundschau, weiterhin jeden Morgen lesen – weil sie den kritischen Journalismus schätzen, weil für sie Pressevielfalt zur Demokratie dazugehört, weil ihnen sonst beim Kaffee etwas fehlen würde und auch, weil sie sich weiterhin gelegentlich über ihre Zeitung ärgern wollen.
Initiator Helmut Stein berichtete von zahlreichen Reaktionen von Leserinnen und Lesern. Noch keine Antwort hingegen hat der Mitbegründer und ehemalige FR-Redakteur Joachim Haas-Feldmann auf den Brief bekommen, den er im Namen des Unterstützerkreises an die Gesellschafter der Frankfurter Rundschau (Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft und die Kölner Mediengruppe M. DuMont Schauberg) geschrieben hat.
Seit die Frankfurter Rundschau beim Amtsgericht einen Insolvenzantrag gestellt hat, erleben wir eine Welle der Solidarität - zahlreiche Abo-Bestellungen und Extra-Anzeigen zeugen davon. Eine ganze Stadt kämpft für das Weiterbestehen ihrer Zeitung. Sehen Sie selbst.
Foto: Andreas ArnoldNoch offen ist, in welcher Form sich der Kreis weiter engagieren will. Im Gespräch sind unter anderem ein Förderverein oder eine Leserinitiative, um die Zeitung auch in Zukunft kritisch begleiten zu können. Um darüber zu entscheiden, wollen die Mitglieder das Ende der Verhandlungen abwarten, die die Geschäftsführung der Frankfurter Rundschau und der vorläufige Insolvenzverwalter derzeit mit Interessenten führen. Sobald Ergebnisse bekannt werden, will sich der Unterstützerkreis wieder treffen. (ran.)
Kontakt zum Unterstützerkreis über Helmut Stein, Telefon 06181/441368, E-Mail: kdvteam@t-online.de. Solidaritätsabos können auch weiterhin unter www.fr-abo.de abgeschlossen werden.
Die Frankfurter Rundschau stellt einen Insolvenz-Antrag - die Zeitung erscheint weiter. Das Spezial.

Die Zukunft der Frankfurter Rundschau ist gesichert. Die Eigentümer betonen, es gibt keinen Einfluss auf das gewachsene politische Profil. Chefredakteur Festerling blickt nach vorne: "Wir haben einiges vor."
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