In Hanau hat sich ein „Unterstützerkreis zum Erhalt der Frankfurter Rundschau“ gebildet. Er besteht aus Joachim Haas-Feldmann, ehemals FR-Redakteur und heute Mitarbeiter der Pressestelle der Stadt Hanau, aus Hans-Egon Heinz, dem Vorsitzenden des Mieterbundes Hanau, dem Kriegs- und Zivildienstkritiker Helmut Stein, dem Musiker Karlheinz Augustin, dem Soziologen Peter Schimming und Hans-Albert Link von „Wir sind Kirche“.
Alle sind sie langjährige Leser der FR und rufen nun Gleichgesinnte dazu auf, an einem „Solidaritätstreffen“ am Montag, 17. Dezember, um 19 Uhr in der Hanauer Redaktion der Frankfurter Rundschau, Hirschstraße 7, teilzunehmen. Dabei wolle der Unterstützerkreis zusammen mit der FR-Redaktion beratschlagen, wie Leserinnen und Leser dem Blatt am sinnvollsten helfen könnten, sagt Stein.
Zeitungen seien „Garanten für die Meinungsvielfalt in Deutschland“, erklärt Stein, ihr Siechtum oder gar Sterben dürften „Demokraten nicht einfach hinnehmen“. Sterbe die von der Insolvenz bedrohte Qualitätszeitung Frankfurter Rundschau, so breche „eine bedeutende linksliberale Stimme unter den überregionalen deutschen Tageszeitungen weg“. Das sei „schlecht für die freiheitliche deutsche Demokratie, die ohne politische Kontroversen wie die von der FR angestoßenen verarmen würde“. Ohne die Rundschau fehle zudem eine „Stimme des Rhein-Main-Gebiets“. All dem wolle der Unterstützerkreis „nicht tatenlos zusehen“.
Weitere Informationen gibt Helmut Stein unter der Telefonnummer 06181/441368. (pam.)
Seit die Frankfurter Rundschau beim Amtsgericht einen Insolvenzantrag gestellt hat, erleben wir eine Welle der Solidarität - zahlreiche Abo-Bestellungen und Extra-Anzeigen zeugen davon. Eine ganze Stadt kämpft für das Weiterbestehen ihrer Zeitung. Sehen Sie selbst.
Foto: Andreas ArnoldDie Frankfurter Rundschau stellt einen Insolvenz-Antrag - die Zeitung erscheint weiter. Das Spezial.

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