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Frankfurter Rundschau
Die Frankfurter Rundschau stellt den Insolvenz-Antrag - die Zeitung erscheint weiter

19. Dezember 2012

Frankfurter Rundschau Insolvenz: Hanauer kämpfen für die FR

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Nachdenken in der Redaktion: Unterstützerkreis für die Frankfurter Rundschau. Foto: Renate Hoyer

In Hanau haben sich Bürger zu einem Unterstützerkreis für die Frankfurter Rundschau zusammengeschlossen. Sie wollen für Abos werben und bei Bedarf auch einen Verein oder eine Genossenschaft gründen.

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In Hanau haben sich Bürger zu einem Unterstützerkreis für die Frankfurter Rundschau zusammengeschlossen. Sie wollen für Abos werben und bei Bedarf auch einen Verein oder eine Genossenschaft gründen.

Der eine hat die Frankfurter Rundschau schon als Kind gelesen, ein anderer seine erste Wohnung im Anzeigenteil gefunden, ein dritter verbesserte mit den Artikeln seine Deutschkenntnisse, ein Lehrer verwendet die Artikel im Unterricht, und ein weiterer hat sein Abonnement seit mehr als 40 Jahren.

Rettet die Rundschau

Unterstützung und Zuspruch reißen nicht ab, seit der Verlag der Frankfurter Rundschau am 13. November Insolvenz angemeldet hat. Immer wieder wird gefragt: Wie können wir helfen, unsere Zeitung zu retten? Die Antwort ist einfach: Die Zeitung kaufen, abonnieren und/oder Anzeigen schalten.

Das Solidaritätsabo der FR ist überaus erfolgreich: Mehr als 2400 Menschen haben sich entschieden, die Rundschau für mindestens drei Monate zu bestellen und damit deren Auflage zu stabilisieren. Das Abonnement, das monatlich bezahlt wird, kostet den Normalpreis von 36,55 Euro pro Monat in Hessen bzw. 37,75 Euro bundesweit. Bestellung und weitere Informationen online unter: www.fr-abo.de

Weitere Informationen finden sich in unserem Online-Spezial unter: www.fr-online.de/sympathie.

16 Frauen und Männer mit zusammen mehreren hundert Jahren Abo-Geschichte haben sich am Montagabend in der Hanauer FR-Redaktion getroffen. In Gedanken seien es „noch viele mehr“, die aber nicht kommen konnten, sagt Helmut Stein aus Maintal, der mit Joachim Haas-Feldmann, Hanauer und einst selbst FR-Redakteur, die Idee hatte. Das Anliegen des neu gegründeten Unterstützerkreises: Die Mitglieder wollen die Rundschau auch in Zukunft regelmäßig lesen können. Deshalb wollen sie im Freundeskreis noch stärker für Abos werben, einen Brief an die beiden Gesellschafter der Zeitung – die Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft (DDVG) und die Kölner Mediengruppe M. DuMont Schauberg (MDS) – schreiben und bei Bedarf ihr Engagement in eine festere Form bringen, zum Beispiel in einen Verein oder eine Genossenschaft. Zwei weitere Abos kamen am Montag spontan hinzu: Der eine will seinem Neffen ein Abo zu Weihnachten schenken, ein anderer sein Probeabo verlängern.

Ganz wichtig ist den Hanauern die Berichterstattung aus dem Rhein-Main-Gebiet, von den Redaktionen in Wiesbaden Hofheim und Bad Homburg ebenso wie aus Frankfurt, Offenbach, Hanau und Bad Vilbel. „Die Rundschau funktioniert nicht ohne die Region“, sagt Robert Erkan. Und für Hanau seien mehrere Zeitungen notwendig. „Die Meinungsvielfalt muss erhalten bleiben“, sagt John Kannamkulam, der besonders unter Menschen mit Migrationshintergrund für Abos werben will. „Ich will auch Solidarität mit der Hanauer Redaktion zeigen“, sagt Werner Gutheil.

Angesichts dessen, dass sich in Hanau der erste FR-Unterstützerkreis gebildet hat, fühlen sie sich ein wenig als Vorreiter – und rufen Menschen in anderen Städten auf, sich ebenfalls für die Frankfurter Rundschau zusammenzuschließen.

Kontakt über Helmut Stein, E-Mail kdvteam@t-online.de. Am Montag, 7. Januar, 19 Uhr, treffen sich der Unterstützerkreis und Interessierte in der FR-Redaktion, Hirschstraße 7, in Hanau.

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