Die Unterstützung sucht ihresgleichen in der 67-jährigen Geschichte unserer Zeitung. Sie, liebe Leserinnen und Leser, haben in den wenigen Tagen mehr als 1700 Solidaritäts-Abonnements der Zeitung bestellt; auch über Soli-Abos der FR-App drücken Sie Ihre Verbundenheit aus. Leser und Geschäftsleute schalten Zahlreiche Solidaritäts-Anzeigen, im Print und online.
Unzählige Anrufe, Faxe, Mails erreichen die Redaktion und die anderen Büros der FR. Immer wieder wird die gleiche Frage gestellt: Wie können wir der FR helfen? Eine ganze Stadt kämpft für das Weiterbestehen ihrer Zeitung:
„Die Frankfurter Rundschau muss eine Zukunft haben. Das ist wichtig für unsere Stadt, wichtig für die Meinungsvielfalt in Frankfurt und der Republik und wichtig für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer des Verlages. Der Insolvenzantrag darf jedenfalls nicht das letzte Wort sein.
Die FR hat mich mein Leben lang begleitet. Sie hat eine große publizistische Tradition, die Frankfurt und das ganze Land geprägt hat. Sie war die zweite deutsche Tageszeitung nach dem Zweiten Weltkrieg und zählte über Jahrzehnte zu den bundesweit meinungsbildenden Organen.
Schon deshalb muss alles unternommen werden, um einem neuen Investor den Einstieg zu ermöglichen. Ich freue mich über die große Resonanz bei den Frankfurtern, den vielen Abonnenten und den vielen anderen Menschen aus dem ganzen Land. Der Schock und die Bestürzung über die Insolvenz-Nachricht waren nachvollziehbar. Gefreut haben mich aber die vielen Solidarerklärungen bis heute.
Die Rundschau erfährt gerade große Unterstützung. Dieser Rückenwind muss genutzt werden, um eine wetterfeste neue Zukunft für die FR aufzubauen.“
Peter Feldmann ist Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main
Foto: dapd
Seit die Frankfurter Rundschau beim Amtsgericht einen Insolvenzantrag gestellt hat, erleben wir eine Welle der Solidarität - zahlreiche Abo-Bestellungen und Extra-Anzeigen zeugen davon. Eine ganze Stadt kämpft für das Weiterbestehen ihrer Zeitung. Sehen Sie selbst.
Foto: Andreas ArnoldDerweil verhandelt der Insolvenzverwalter der Frankfurter Rundschau, Frank Schmitt, mit interessierten Unternehmen, die das Verlagshaus weiterführen wollen. Er zeigt sich „sehr zuversichtlich“, eine Lösung zum Fortbestand und zur Sanierung der Zeitung finden zu können. Schmitt wirbt um Verständnis für eine „Bezahl-Schranke“ für den Internet-Auftritt der Tageszeitungen. Hochwertig produzierte journalistische Inhalte kosteten Geld und müssten deshalb auch bezahlt werden.
Die Besatzungsmacht steht am Anfang. Zu den Aufgaben, die sich die Alliierten nach dem Sieg über den Nationalsozialismus setzen, gehört die Gründung freier Zeitungen mit demokratisch gesinnten Redakteuren im Nachkriegsdeutschland. Im April 1945 bereits gibt das US-Militär die Frankfurter Neuesten Nachrichten heraus. Die Blätter in der amerikanischen Zone werden von einer Agentur des US-Militärs mit Nachrichten beliefert, den German News Services, die in Bad Nauheim ihren Sitz hat.
In Frankfurt ist eine 36 Seiten starke Sympathie-Spezial-Beilage der FR erschienen. Sie beleuchtet auch die 67-jährige Geschichte des Blatts. Vor allem aber die Zukunft der „Frankfurter Rundschau“, von der die Belegschaft fest überzeugt ist. Chefredakteur Arnd Festerling: „Diese Beilage ist unser Dank an die Leserinnen und Leser für ihre fantastische Unterstützung.“
Die Frankfurter Rundschau stellt einen Insolvenz-Antrag - die Zeitung erscheint weiter. Das Spezial.

Die Zukunft der Frankfurter Rundschau ist gesichert. Die Eigentümer betonen, es gibt keinen Einfluss auf das gewachsene politische Profil. Chefredakteur Festerling blickt nach vorne: "Wir haben einiges vor."
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