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Frankfurter Rundschau
Die Frankfurter Rundschau stellt den Insolvenz-Antrag - die Zeitung erscheint weiter

27. Februar 2013

In eigener Sache: Kartellamt stimmt Verkauf der FR zu

Auch morgen wieder zu haben.  Foto: dpa

Das Bundeskartellamt erlaubt die Übernahme der Frankfurter Rundschau durch die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Details aus dem FAZ-Angebot sollen nach einer erfolgreichen Übergabe an diesem Donnerstag veröffentlicht werden.

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Das Bundeskartellamt erlaubt die Übernahme der Frankfurter Rundschau durch die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Details aus dem FAZ-Angebot sollen nach einer erfolgreichen Übergabe an diesem Donnerstag veröffentlicht werden.

Frankfurt a.M. –  

Die Frankfurter Rundschau wird von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung übernommen. Das Bundeskartellamt in Bonn hat am Mittwochnachmittag die Übernahme erlaubt.

Nach früheren Angaben der Insolvenzverwaltung soll der Kaufvertrag bereits am Donnerstag unterzeichnet werden. „Es ist alles soweit vorbereitet, es muss nur noch wenig ausverhandelt werden“, sagte der Sprecher der Insolvenzverwaltung Ingo Schorlemmer der Nachrichtenagentur dpa. Damit ist der Bestand der Frankfurter Rundschau bis auf weiteres gesichert.

Allerdings müssen die weitaus meisten Mitarbeiter des Verlags gehen. Die FAZ übernimmt in ihrem bislang bekannten Konzept nur 28 Beschäftigte der Redaktion, an der verlagseigenen FR-Druckerei hat sie kein Interesse. Insgesamt dürften rund 420 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verlieren.

Viele FR-Beschäftigte haben in den vergangenen Tagen ihre Kündigungen erhalten. Für sie wurde eine Transfergesellschaft gegründet. Dort sind sie für sechs Monate sozial abgesichert und können fortgebildet werden.

Das Bundeskartellamt hatte geprüft, ob der FR-Marktanteil bei einem Verschwinden vom Markt ohnehin an die FAZ fallen würde und ob es einen ernsthaften alternativen Käufer für die am 1. August 1945 gegründete FR gibt. „Wir haben hier eine sogenannte Sanierungsfusion geprüft und im Ergebnis bejaht“, sagte Kartellamts-Präsident Andreas Mundt.

Hätten die Kartellwächter das Angebot der FAZ abgelehnt, wäre nach Angaben der Insolvenzverwaltung bereits an diesem Freitag (1. März) keine Ausgabe der FR mehr erschienen. Das Angebot eines türkischen Verlegers hatte der Gläubigerausschuss der Frankfurter Rundschau in der vergangenen Woche als unzureichend abgelehnt.

Nach jahrelanger Krise hatte die FR aufgrund der hohen Verluste im vergangenen November Insolvenz angemeldet. Hauptgesellschafter sind bislang die Kölner Mediengruppe M. DuMont Schauberg und die SPD-Medienholding ddvg.

Details aus dem FAZ-Angebot sollen erst nach einer erfolgreichen Übergabe an diesem Donnerstag veröffentlicht werden. Unklar bleiben solange auch die Auswirkungen auf den Berliner Verlag. Seit 2011 wird in der Hauptstadt der FR-Mantel von einer Redaktionsgemeinschaft produziert, zusammen mit den überregionalen Seiten der Berliner Zeitung. (epd, dpa)

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