Kloster Lorsch: Es ist die erste von der Unesco anerkannte Welterbestätte in Hessen. 1991 erhielt das aus der Zeit Karls des Großen stammende Kloster das Zertifikat. Wer zum ersten Mal jenen Flecken im Südhessischen besucht, wird ein wenig enttäuscht schauen: Kein dramatisch großes Bauwerk, keine die Sinne überwältigende Präsentation. Nur jenes hunderttausendfach schon fotografierte Torhaus. Das, immerhin, ist mit seiner einzigartigen Ornamentik aus rotem und weißem Sandstein, kunstvoll in Sechecken, Dreiecken und Quadraten angeordnet, ein würdiger Hingucker. Und eines der ganz wenigen derart gut erhaltenen Baudenkmäler aus dem neunten Jahrhundert. Das ist um so bemerkenswerter, da die ganze riesige Klosteranlage im Laufe vieler europäischer Kriege praktisch dem Erdboden gleich gemacht wurde. Das heraus zu stellen, was den Wert des bis zum Hochmittelalter wahrlich mächtigen Kloster ausmachte, wird zur Zeit mit einer umfassenden Neukonzeption für die Stätte versucht. Deshalb ist sie zur Zeit auch teilweise eingerüstet und wird von Wissenschaftlern untersucht.
Foto: Arnold
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