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10. Juli 2013

Tolkien-Festival Odenwald: Barde und Bogenschütze

Friedhelm Schneidewind als Fealin Surkil, Barde und Bogenschütze mit Knochenflöte.  Foto: Martin Weis

Friedhelm Schneidewind kennt sich aus mit Hobbits, Orks und Elben. Seit 25 Jahren publiziert er zu den Werken des britischen Schriftstellers J. R. R. Tolkien. Am Wochenende liest er in seiner Rolle als „Fealin Surkil“ beim Tolkien-Festival „Thing“ auf Burg Breuberg im Odenwald.

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Friedhelm Schneidewind kennt sich aus mit Hobbits, Orks und Elben. Seit 25 Jahren publiziert er zu den Werken des britischen Schriftstellers J. R. R. Tolkien. Am Wochenende liest er in seiner Rolle als „Fealin Surkil“ beim Tolkien-Festival „Thing“ auf Burg Breuberg im Odenwald.

Er ist ausgewiesener Harry-Potter-Kenner und Vampirologe, kennt sich im Reich von Tolkien ebenso gut aus wie in dem der Drachen und anderer Mythen. Er war in Fernsehsendungen und im Radio, hält Vorträge und schreibt Artikel sowie Bücher. Friedhelm Schneidewind ist nicht nur beruflich vielseitig als Autor, Journalist, Verleger, Musiker und Dozent. Er hat auch mehrere Fantasie-Charaktere seiner Person für Rollenspiele entwickelt, für die er sogar Visitenkarten gedruckt hat.

Tolkien-Festival

Das 15. Tolkien-Festival, „Thing“ genannt, läuft vom 11. bis 14. Juli auf Burg Breuberg im Odenwald. Neben der Jahreshauptversammlung der Deutschen Tolkien Gesellschaft wird es dort Vorträge, Workshops sowie Rollenspielrunden rund um die Werke des britischen Autors J. R. R. Tolkien geben.

Friedhelm Schneidewind wird am Samstag aus seinen Büchern „Visionen zur Mittelerde“ und „Vom Tod“, das er mit Frank Weinreich geschrieben hat, lesen. Am Sonntag doziert er im Vortrag „Von Glórund bis Smaug und Chrysophylax“ über die Herkunft der Drachen bei Tolkien. www.tolkien-thing.de dör

In eine dieser Rollen wird er am kommenden Samstag schlüpfen, wenn er beim Tolkien-Festival aus seinen Büchern vorliest. Seit 25 Jahren publiziert Schneidewind zu den Werken des britischen Schriftstellers J. R. R. Tolkien. Die Faszination machen für ihn die „Aspekte der Menschlichkeit“ aus, die sich „in Hobbits, Orks, Elben und anderen phantastischen Metaphern“ widerspiegeln. Ethische Probleme seien „nicht in Schwarz-Weiß, sondern in Graustufen“ dargestellt. Und nicht zuletzt hätte Tolkien seine Romane „episch und wunderschön“ geschrieben.

Autor des „Großen Tolkien-Lexikons“

„Er hat eine eigene Sprache und Schrift entwickelt und seine Tagebücher auf Elbisch geschrieben“, berichtet der 55-Jährige. Zu Beginn seines Biologiestudiums las er mit „Herr der Ringe“ seinen ersten Tolkien-Roman. „In zwei Tagen und zwei Nächten hatte ich das Buch durchgelesen“, sagt der Pfarrerssohn und bekennende Agnostiker. Neben vielen weiteren Artikeln und Büchern schrieb er vor zwölf Jahren „Das große Tolkien-Lexikon“, das in Deutschland 20.000 mal verkauft wurde. Unzählige Vorträge sowie Auftritte im Radio und Fernsehen folgten.

Wichtig ist ihm zu erwähnen, dass es eine „Gratwanderung“ sei, über Fantasy-Literatur, wie die von Tolkien zu referieren. Denn einerseits gebe es selbstverständlich „streng wissenschaftliche Vorträge von promovierten Theologen und Philosophen“. Andererseits sei diese Form der Fiktion sehr kreativ, wenn eigene Geschichten vorgetragen und die Werke von Autoren künstlerisch und unterhaltsam aufbereitet werden. „Das ist ein schönes Spektrum und ich bin bekannt dafür, schwierige Sachverhalte unterhaltsam rüber zu bringen“, sagt er, und passt damit wohl wunderbar zum „Thing“, der Mitglieder-Versammlung der Deutschen Tolkien-Gesellschaft.

Denn es sei selten, dass zur Hauptversammlung eines Vereins mit 500 Mitgliedern, 100 bis 200 Teilnehmer kommen würden. Das führt Schneidewind auf die Mischung des Programms von „unterhaltsam bis lehrreich“ zurück, die das Thing ausmache. Neben theoretischen Workshops gebe es Ausflüge, Parties, Kurse im Met brauen, Bogenschießen und eine Whisky-Verkostung. Schneidewind wird das „Thing“ mit einer Auswahl seiner vielen Rollen bereichern: Am Sonntag möchte er bei seinem Vortrag nicht in „Gewandung“ auftreten, um „seriös“ zu wirken.

Bei seiner Lesung am Samstag aber wird Friedhelm Schneidewind „Fealin Surkil“ sein, übersetzt der „schneidende Wind, ein Barde und Bogenschütze“, wie er sagt. Und vielleicht können die Zuschauer zur Lesung auch das eine oder andere Ständchen des Barden erwarten.

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