Tomas Oral, 38, kehrt am Freitag mit dem FC Ingolstadt zurück in seine Heimat. Von 2003 bis 2009 trainierte der Fußballlehrer aus dem Frankfurter Stadtteil Bornheim den FSV, mit dem er 2008 in die Zweite Bundesliga aufgestiegen war − sein sechster Aufstieg binnen sechs Jahren. Nach acht sieglosen Spielen in Serie trat der ehemalige Regionalliga- und Oberligaspieler am 4. Oktober 2009 von seinem Posten zurück, trainierte in der Saison 2010/11 den Regionalligisten RB Leipzig und übernahm im November 2011 den abstiegsbedrohten Zweitligisten FC Ingolstadt. Pikant: Sein Vorgänger hieß dort Benno Möhlmann − heute Trainer des FSV Frankfurt.
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"Freue mich auf viele Gesichter"
Herr Oral, kribbelt es schon ? Sie kehren heim an den Bornheimer Hang ...... eigentlich wollte ich dazu nicht mehr viel sagen. Ich war zwischenzeitlich ja schon oft im Stadion. Ich wohne ja noch in Bornheim, bin in der Regel alle drei, vier Wochen zu Hause. Natürlich freue ich mich auf viele Gesichter, die ich schon seit Längerem nicht mehr gesehen habe. Das wird ein sehr interessantes Spiel und es gilt alles auszublenden, was vorher war.
Das waren sechs außergewöhnlich erfolgreiche Jahre. Sie haben den Fußballsportverein in die Zweite Liga geführt.Ich freue mich natürlich, an den Hang zu kommen, denn ich habe dort noch viele Freunde. Aber klar ist auch, in diesem Spiel geht es für beide Mannschaft um sehr viel. Deshalb fokussiere ich mir nur auf diese Aufgabe.
Es geht für beide Mannschaften um den Klassenerhalt ...
... und deshalb um wichtige Punkte. Aber am Freitag wird noch nichts entschieden. Ich wünsche beiden Vereinen, dass sie am Ende der Saison über dem Strich stehen und auch in der kommenden Runde zweitklassig spielen.
Der FSV aber auch Ingolstadt haben im Winter personell nachgelegt und am vergangenen Wochenende bewiesen, dass sie wettbewerbstaugliche Mannschaften haben. Glauben Sie, dass noch der eine oder andere Klub in Abstiegsgefahr gerät, der jetzt noch gar nicht daran denkt?
Das kann schon passieren, beide Mannschaften haben gute Leute geholt und es wäre nicht das erste Mal, dass noch eine Mannschaft in den Abstiegsstrudel gerät, die jetzt noch nicht damit rechnet.
Wer denn?
Im Endeffekt ist mir das egal, Hauptsache ist, dass nicht nur drei oder vier Mannschaften um den Klassenverbleib kämpfen. Wenn es sechs, sieben sind, wäre das umso besser.
Ist es ein Vorteil für Ihren Vorgänger Benno Möhlmann, dass er Ihren neuen Klub aus dem Effeff kennt? Oder hat sich das Gesicht der Mannschaft bereits vollständig verändert?
Das ist eine schwierige Frage. Ein Großteil der Mannschaft ist ihm natürlich noch bekannt, dazu kommen aber unsere fünf Neuzugänge, von denen drei am Samstag in der Startelf standen. Deshalb lässt sich das vermutlich nicht mehr vergleichen.
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